Beunruhigende Horizonte
(Reifezeit - Kapitel 2)
Als Kind war Iris stets brav und folgsam gewesen, und hatte ihren Eltern viel Freude bereitet. Selbst in der Pubertät war Iris nicht über die Stränge geschlagen, sondern hatte ihren ersten festen Freund überhaupt erst mit 22 Jahren kennengelernt, nachdem sie ihre Ausbildung als Fremdsprachensekretärin abgeschlossen hatte. Tatsächlich war dies Reinhard gewesen, den sie im Ingenieurbüro kennengelernt hatte, und nachdem sie zwei Jahre miteinander locker befreundet waren – außer Petting hatte bis zu diesem Zeitpunkt nichts zwischen den beiden stattgefunden - hatte er ihr einen Antrag gemacht, und sie hatte hocherfreut zugestimmt.
Iris war froh gewesen den Spötteleien ihres Vaters entkommen zu sein, der sie immer wieder damit aufzog, dass sie noch als alte Jungfer enden würde, da er registriert hatte, dass seine Tochter nicht mit Männern ausging. Bald nach der Hochzeit war der Vater allerdings unerwartet früh verstorben.
Aus innerer Überzeugung hatten Iris und Reinhard mit dem ersten Sex bis nach der Hochzeit gewartet, obwohl Iris nicht besonders religiös erzogen worden war.
Dabei war Iris ein hübsches Mädchen, mit ihren dunkelbraunen Haaren und grünen Augen, schlanker Taille und harmonisch sich in ihre gesamte Erscheinung einfügenden kleinen spitzen Brüsten und festem Popo, doch charakterlich eher schüchtern, ja geradezu in sich zurückgezogen, und erschien damit anderen Menschen gegenüber recht distanziert. Warum Reinhard durch ihren selbst gewählten Kokon aus Unnahbarkeit gedrungen war, blieb am Ende beiden ein Rätsel, aber dennoch hatten sie sich schlussendlich gefunden.
Und zunächst erschien Iris das Zusammensein mit ihrem Mann auch als Befreiung, und es gelang ihm Iris ganz neue Regungen ihres Körpers zu eröffnen. In der ersten Zeit nach der Hochzeit hatten sie fast täglich miteinander geschlafen. Und auch als die ersten Wogen der Leidenschaft geglättet waren, genoss Iris ihr geregeltes Zusammensein.
Doch mit der Geburt ihres ersten Kindes änderte sich alles schlagartig. Schon während ihrer Schwangerschaft hatte sich Iris von Reinhard nicht mehr berühren lassen wollen, und ihr erster Versuch einige Monate nach der Geburt des Kindes geriet zum Fiasko.
Iris´ Liebeshöhle war trocken geblieben, und jeder Versuch des Eindringens von Reinhard endete in Schmerzen und Tränen.
Dabei war es im Wesentlichen geblieben, auch wenn sie alle paar Monate versuchten einen neuen Anlauf zu nehmen, der zwar darin mündete, dass Iris bald ihr zweites Kind erwartete, nach dessen Geburt aber alles noch viel schlimmer wurde.
Dies alles belastete Iris zusätzlich zu ihrer Mühe mit den Kindern, und ihrem Job, den sie nicht aufgeben wollte. Hatte sie doch bereits ihre wöchentliche Stundenanzahl immer weiter reduzieren müssen, da ihr Arzt sie vor einem drohenden Burnout gewarnt hatte, was dazu führte, dass sie in der Hierarchie innerhalb der Firma immer tiefer sank.
Immerzu fühlte sich Iris getrieben, und nachts träumte sie häufig davon zu spät zu kommen, etwas zu verpassen, oder anderweitig zu versagen. Und wenn sie am Morgen aufwachte, schien der Albtraum aus Kinderversorgung, Hektik im Büro, Kitastress und dem unausgesprochenen Verlangen ihres Mannes Reinhard in einen nicht enden wollenden Kreislauf zu münden. Spürte sie doch wie Reinhard, wahrscheinlich für ihn selbst unbewusst, in der Nacht ihre Nähe suchte, und sich sein steifes Glied ihrem Körper näherte, während Iris oft wach lag, und Reinhard neben ihr schnarchte.
In diese Krisensituation, nach dem Wochenende bei ihrer Mutter, zurückgeworfen, erschien Iris inzwischen alles irgendwie aussichtslos. Dabei war ihre Mutter auch nicht wirklich hilfreich gewesen, denn diese meinte, sie und ihr Mann hätten es in ihrer Jugend auch nicht leicht gehabt, und was Iris überhaupt wollte, hätte sie doch einen Mann der gut verdiente, ein Haus, Autos und Urlaub, und es würde Iris doch eigentlich an nichts fehlen.
So ergab sie sich einfach, als ihr Mann nach einem erneuten Besuch bei Herrn Oswald mit einem Vorschlag auf sie zukam, der ihr zwar unerhört erschien, sie aber keine Kraft mehr aufwenden konnte, um sich dagegen zu stemmen.
„Wenn er denn meint, es würde ihm helfen, wenn er mich schlägt, dann soll er es tun …“, dachte Iris bei sich, „… vielleicht habe ich es ja sogar verdient“.
Ihrer Kinder zu Liebe wollte sie alles erdulden, und letztendlich liebte sie Reinhard immer noch, auch wenn er plötzlich so seltsame Dinge dachte.
Immerhin sollte Iris erst einmal mit einer Frau sprechen, in deren Ehe das praktiziert wurde was Reinhard ihr vorschlug. Und danach sollte sie einfach einmal dabei sein, um zu verstehen, was es damit auf sich haben sollte.
Auch versprach ihr Reinhard, dass er nichts gegen ihren Willen tun würde, und wenn Iris nach dem Besuch des anderen Ehepaares und dem Beiwohnen der entsprechenden „Vorführung“ zu der Ansicht kommen würde, diesen Weg nicht gehen zu wollen, dann wollte er auch das akzeptieren.
Obwohl sich in Iris alles gegen die Vorstellung bei der ehelichen Bestrafung einer anderen Frau dabei zu sein sträubte, konnte sie sich schon ein wenig mehr mit dem Gedanken anfreunden als sie erfuhr, dass es sich dabei um Alexandra handelte. Iris kannte Alexandra von der Kirche her, und sie hatten sich schon einige Male beim Sommerfest miteinander unterhalten. Alexandra schien trotz dieser seltsamen Offenbarung eine vernünftige Frau zu sein, und war Iris von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Und tatsächlich machte Alexandra zusammen mit ihrem Mann Ludwig nach außen hin den Eindruck einer glücklichen Ehe.
´Doch was sagte schon das äußere Erscheinungsbild aus, wenn tatsächlich der Mann regelmäßig seine Frau verprügelt´, dachte Iris, und blieb skeptisch.
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Die Skepsis und der Widerwillen gegen den Vorschlag ihres Mannes hatte auch die Lektüre des Oswaldschen Buches, dass Reinhard sich inzwischen über das Internet besorgt, und Iris zum Lesen gegeben hatte, nicht verflüchtigt. Ebenso hatte ein Gespräch im Anschluss an einen Gottesdienstbesuch, bei dem Herr Oswald genauso wie die Schuberts anwesend waren, nicht viel daran geändert, auch wenn Iris Herr Oswald dabei als seriösen und freundlichen Menschen wahrgenommen hatte.
Zwar erschienen nun manche Dinge in einem etwas anderen Licht, und auch ein Treffen mit Alexandra hatte Iris etwas nachdenklich gemacht.
Tatsächlich schien auch auf den zweiten Blick die Ehe von Alexandra und deren Mann Ludwig deutlich glücklicher als ihre eigene. Doch hatten die beiden keine Kinder, was sicher vieles erleichterte. Alexandra machte auf Iris auch gar nicht den Eindruck einer gedemütigten und regelmäßig verprügelten Frau, sondern trat im Gegenteil selbstbewusst auf, sich ihrer Weiblichkeit und ihrem Platz im Leben an der Seite ihres Mannes sicher. Etwas das Iris sich in ihrer aktuellen Situation überhaupt nicht mehr gewiss war.
Dann war der Tag der „Vorführung“ bei Alexandra und Ludwig Baumann gekommen, und Iris wurde Zeuge davon, wie Alexandra im Beisein von diesem ominösen Herrn Oswald übers Knie gelegt, und ihr Po verhauen wurde. Das Ganze fand in einer religiös aufgeladenen Stimmung statt, die Iris so gar nicht mit dem eigentlichen Inhalt des Treffens in Verbindung bringen konnte.
Doch lief alles sehr würdevoll ab, und selbst als Alexandra von Herrn Oswald Hiebe mit einem Lederriemen auf ihren Po bekam, konnte Iris darin keine Spur einer irgendwie gearteten Brutalität erkennen. Im Gegenteil nahm Alexandra die Prügel in aller Ruhe und Gelassenheit hin. Und auch nachdem Alexandras Mann, über dessen Oberschenkeln gebeugt Alexandra die ganze Zeit über lag, Alexandras Popo gänzlich entblößt, und ihr Höschen heruntergezogen hatte, erschien Iris die Situation immer noch würdevoll, und zu ihrem eigenen Erstaunen in keiner Weise obszön.
Hatte Iris sich zunächst von dem Anblick von Alexandras nackten Popo abwenden wollen, so zog sie doch eine unbestimmte Kraft in ihren Bann, und Iris konnte ihren Blick nicht mehr von dem geröteten Po Alexandras lassen, der in der Folge von Herrn Oswald mit ruhig gesetzten Rohrstockhieben bedacht wurde. Strieme um Strieme hinterließ der Rohrstock auf Alexandras zunehmend geröteten Pobacken, doch wieder wollte das Fühlen in Iris darin keine Brutalität erkennen.
Von dem beobachteten Geschehen seltsam erregt, steigerte sich Iris Irritation nahezu in Fassungslosigkeit, als sie gewahr wurde, dass sich in ihrem Allerheiligsten zwischen ihren Beinen eine Feuchtigkeit gebildet hatte, die sie schon lange nicht mehr verspürt hatte.
Gänzlich überwältigt und verstört nahm Iris wahr, wie liebevoll im Anschluss an die Züchtigung, Alexandras Mann diese in seine Arme genommen hatte, und wie glücklich Alexandra wirkte, auch wenn etwas Tränenfeuchtigkeit auf ihrem Gesicht glänzte.
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Von dem Besuch bei den Baumanns heimgekehrt, verbrachten Iris und Reinhard einen ruhigen Nachmittag, und Reinhard tat gut daran seiner Frau Zeit zum Nachdenken zu geben.
Erst am Abend vor dem zu Bett gehen, wagte er Iris zu fragen, wie sie den Tag empfunden hatte, und zu seinem Erstaunen antwortete sie ihm: „Lass es uns probieren“.
Libertineros 2026
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