Eine Wiener Melange
„Bella
gerant alii, tu felix Austria nube.
Nam
quae Mars aliis, dat tibi regna Venus.“
Matthias Corvinus - ungarischer König (1443–1490)
Die Schatten der Begierde - Kapitel 10
Der Gast den Sinowi Alexandrowitsch Liwen an diesem Abend erwartete, war kein anderer als Pjotr Michailowitsch Gromow. Und tatsächlich stellte sich ihre Begegnung als bedeutender Meilenstein in Sinowis Karriere da. Denn die hohen Herrschaften in Sankt Petersburg versprachen sich sehr viel vom Einsatz Gromows, der neben seinem offiziellen auftreten als russischem Geschäftsmann, der mit den Werften Österreich-Ungarns an der Adria Geschäfte machen wollte, auch die Rolle eines geheimen Marineattachés übernehmen sollte.
Wien war für Pjotr Michailowitsch Gromow nur als Zwischenstation gedacht, denn sein eigentlicher Einsatzort würde die Marinebasis Pola in Kroatien werden, wo Pjotr Informationen über die kaiserlich und königliche Kriegsmarine Österreichs sammeln sollte.
Insbesondere die gerade in der Entstehung begriffene U-Boot Abteilung der k. u. k. Marine lag im Fokus des Interesses der Marineleitung in Sankt Petersburg. Immerhin war Österreichs Marine eine der zehn stärksten auf der Welt, und konnte insbesondere im Mittelmeerraum eine entscheidende Bedeutung spielen, je nachdem in welcher Konstellation es zu einem Konflikt kommen würde.
Noch war nicht klar, inwieweit die bei den verschiedenen Kriegsmarinen gerade in Entstehung und Erprobung befindlichen Unterseeboote in zukünftigen Kriegen eine Rolle spielen würden. Daher war man interessiert daran, welche Erkenntnisse und Fortschritte in den verschiedenen Ländern gemacht wurden.
Liwens Aufgabe war es Pjotr zur Vorbereitung seiner Mission in die österreichischen Gepflogenheiten einzuführen, so dass dieser möglichst wenig Aufsehen und Verdacht erregte.
Vom Alter her fast gleich, verstanden sich Sinowi und Pjotr von Anfang an hervorragend, und es entwickelte sich schnell eine tiefe Sympathie, als sie die Gemeinsamkeiten ihrer Biografie entdeckten. Nicht nur, dass ihrer beider Väter in der tragischen Seeschlacht von Tsushima gedient hatten, auch ihre bildungsmäßige Affinität zu Deutschland trug dazu bei, dass sie sich bald einander tief verbunden fühlten.
Bei weiteren, privaten Treffen ergab es sich zudem, dass beide jungen Aufsteiger die Damenwelt sehr schätzten, und aus Andeutungen wurde schließlich deutlich, dass die beiden auch die gleiche spezielle Neigung in Bezug auf das Versohlen weiblicher Popos besaßen.
Sehr deutlich wurde dies, als Pjotr und Sinowi eines Tages beim Heurigen - vielleicht nicht so ganz zufällig - auf Peperl und ihre Freundin Mali trafen. Schnell war für Pjotr offensichtlich, dass Sinowi und Peperl mehr als nur eine flüchtige Bekanntschaft verband. Und die Andeutung Peperls, „… moin oarsch hät a amal wieder a Sehnsucht nach oiner starken Hand …“ - mit der vom Wein gelösten Zunge war Peperl nicht mehr in der Lage sich auf Hochdeutsch anzustrengen - Verstand Pjotr beim Aufleuchten von Sinowis Augen auch ohne die seltsamen Worte im Einzelnen übersetzen zu können.
Die Mali war da zurückhaltender, und beobachtete mit ruhigen blauen Augen das verführerische Spiel, dass Peperl und Sinowi miteinander begonnen hatten. Pjotr wiederum nutzte die Gelegenheit die, ihm als Malwine Ferdinger vorgestellte, Mali in dieser Situation eingehend zu begutachten.
Gegenüber der quirligen Peperl gefiel Pjotr, wie Mali aufmerksam dem Flirten von Sinowi und Peperl zuschaute, und daraus erkennbar eigenes Vergnügen zog, denn ihre roten Lippen verzogen sich hier und da zu einem süffisanten, wissenden Lächeln. Bei aller Ruhe die Malwine ausstrahlte, erkannte Pjotr das innere Feuer, das in ihr loderte.
Dabei wurde ihm gar nicht gewahr, dass er ebenso bereits die ganze Zeit über das Objekt einer intensiven Beobachtung durch Malwine gewesen war, und diese bereits einiges aus seinem Minenspiel an Erkenntnis gewonnen hatte, was ihr durchaus gefiel.
Es war ein warmer Abend nach einem heißen Tag, und trotzdem bedeuteten die leichten Schweißperlen auf Malis Stirn mehr als die Temperatur rechtfertigte.
Als beste Freundin Peperls wusste Malwine ganz genau, was jene mit Sinowi bereits erlebt hatte, und das kecke Minenspiel Peperls verriet ihr sofort, worauf der Abend noch hinauslaufen würde.
Ihr sollte es recht sein, denn die hundert Kronen, die Peperl von jedem Besuch bei Sinowi mit nach Hause brachte, würden ihr ebenfalls gut zu Gesicht stehen und sie mindestens zwei Wochen lang ganz kommod über Wasser halten.
Wie Malwine es für sich bereits erwartet hatte, kam es, dass Sinowi alle zusammen in seine Villa in Döbling, einer vornehmen Vorstadt von Wien, einlud, wobei er verschwörerisch meinte: „Ich glaube diese kleine Wildkatze, will heute noch gezähmt werden“. Dabei blickte er Peperl tief in die Augen, die erwiderte, jetzt wieder angestrengt in Hochdeutsch: „Aber ja doch der Herr Sinowi, mein Kätzchen braucht mal wieder anregenden Besuch“.
Erstaunt nahm Pjotr zur Kenntnis, dass Peperl plötzlich doch Hochdeutsch konnte, was in ihm die Vermutung aufkommen ließ, dass in Peperl mehr steckte, als nur ein naives Liebchen, das sich einen vermögenden Botschaftsangehörigen als Liebhaber geangelt hatte.
Alsbald fanden sich die beiden Paare im Salon der kleinen Villa wieder, welche Sinowi von der Botschaft zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Gegenüber den anderen Villen, an denen sie mit der Droschke vorbeigefahren waren, nahm sich diese vergleichsweise klein aus, war aber gediegen eingerichtet, und lag hinter hohen Bäumen versteckt etwas zurückgesetzt von der Straße. Durchaus repräsentativ aber nicht aufdringlich, erfüllte sie ihren Zweck, dem zeitweisen Aufenthalt von Diplomaten des Zarenreiches in Wien eine angenehme Heimstatt zu bieten.
Wie Malwine, so hatte inzwischen auch Pjotr eine feste Vorstellung davon, worauf der Abend noch hinauslaufen würde, denn bei einem seiner vorherigen Besuche, hatte ihm Sinowi bereits einiges an Andeutungen gemacht.
Als Sinowi nun aber die Türen eines mächtigen Eichenschranks öffnete, auf dessen rechtem Flügel eine ansehnliche Sammlung an erlesenen Spirituosen sichtbar wurde, während sich der Inhalt des linken Flügels als ein ordentlich gepflegtes Sortiment an Bestrafungsinstrumenten herausstellte, brauchte es keine weiteren Erläuterungen mehr.
Pjotr fühlte wie die Erregung in ihm aufstieg, waren die ersten Wochen in Wien doch nicht nur in Hinsicht auf seine flagellantische Leidenschaft, sondern generell auch im Hinblick auf allgemeine erotische Betätigung ein Totalausfall gewesen. Denn einerseits war Pjotr die Zeit zu kurz erschienen, um eine dauerhafte erotische Beziehung aufzubauen. Und andererseits hatte man Pjotr noch in Russland gewarnt, sich nicht mit einer der, in Wien zu dieser Zeit zahlreich auftretenden, bosnischen Dirnen einzulassen, von welchen die latente Gefahr von Bejel ausgehen würde.
So war Pjotr in erotischer Hinsicht regelrecht ausgetrocknet, und umso heftiger traf ihn nun die unmittelbare Aussicht darauf diesen traurigen Zustand zu beenden.
Den relativ plumpen Übergang Sinowis, von einem eher harmlosen Geplänkel beim Wein, zu einer mehr als offensichtlichen Zurschaustellung seiner Absichten, versuchte Sinowi gar nicht weiter zu moderieren, sondern ordnete in bestimmendem Ton an:
„Und nun meine Damen, darf ich bitten …“, seine Worte unterstrich Sinowi durch eine einladende Geste, mit welcher er auf die üppig gepolsterte Rückenlehne einer Ottomane wies, worauf sich Peperl und Malwine von ihren Sesseln erhoben. Artig stolzierten sie zum angewiesenen Ort, und beugten sich anmutig über die Lehne.
„Schau Pjotr, sind das nicht zwei herrliche Kehrseiten. Nachdem sie uns bislang mit ihren hübschen Gesichtern beehrt haben, wollen wir uns doch nun an ihren anderen Vorzügen berauschen … oder?“
Eine rhetorische Frage, die keinerlei Antwort bedurfte.
„Sieh dir diesen Hintern an …“, Sinowi hatte sich gebückt, und das lange Kleid Peperls über deren Popo nach oben geschoben, so dass nun ihr fester kleiner Hintern vom Licht des Raums beschienen wurde.
„Ist der nicht würdig heute noch eine tüchtige Tracht Prügel mit dem Rohrstock für seine aufreizende Form zu empfangen? Und nicht nur dafür, sondern auch für die Art und Weise, wie Pepi uns mit ihrem Arsch wuschig macht.“
Es muss die außergewöhnliche Erregung gewesen sein, die Pjotr über den abrupten Wechsel der Stimmung von zivilisierter Bedächtigkeit zu mehr als eindeutiger Frivolität und vulgärer Ausdrucksweise Sinowis hinwegtrug. Sonst nie um eine Antwort verlegen, blieb Pjotr in diesem Moment stumm, und nickte nur. Innerlich stimmte er Sinowi aber voll und ganz zu, da Peperls Popo in seiner kompakten Form einen äußerst aufreizenden Anblick bot. Zumal, als Sinowi mit seiner Hand Peperls rechter Pobacke einen kräftigen, die Haut jedoch nur streifenden Hieb verpasste. Damit demonstrierte Pjotr, wie fest Peperls Hinterbäckchen waren, da sie sich kaum bewegten. Peperl selbst quittierte den Hieb mit einem gutturalen „Ahhh“, das in Pjotrs Ohren wie ein „mehr davon“ klang.
Sinowi ging daraufhin zu der, rechts von Peperl über der Lehne der Ottomane gebeugten, Malwine und hob deren Kleid ebenso über ihren Popo. Dieser zeigte sich als deutlich ausladender gestaltet, mit einem fließenden Übergang in kräftige Oberschenkel. Im deutlichen Kontrast zu Peperls Hintern, dessen feste Bäckchen eng aneinander lagen und keinen Blick in die Tiefe erlaubten, dafür aber im unteren Bereich den Zauber harmonischer Schamlippen erahnen ließen, lagen Malwines Geheimnisse offen zutage. Malwine hatte ihre Beine recht weit geöffnet und so erkundeten Pjotrs Augen nicht nur umgehend jenen Brunnen im tiefen Tal der Lust, welcher von einem kleinen Hof umgeben war, und dem innerlich verdursteten Pjotr wie eine Oase in der Wüste vorkam, sondern auch jene einladenden Lippen von Malwines Scham, die Pjotr förmlich einzuladen schienen.
Den äußerst erregten Zustand seines Freundes erkennend, trat Sinowi von Malwine zurück, und ließ Pjotr Zeit, den Anblick zu genießen um seine innere Unruhe zu bändigen. Unauffällig begab er sich zum Schrank, und während Pjotr versonnen sich der Offenbarung Malwines näherte, prüfte Sinowi verschiedene Instrumente, die fein säuberlich im Schrank verwahrt waren.
„Ihr dürft gern angreifn was ihr seht, gnädger Herr …“, forderte Malwine den zögerlich wirkenden Pjotr auf. Eine Aufforderung, welcher der sonst so gar nicht schüchterne Pjotr zunächst nur bedächtig nachkam. Doch als seine Hand endlich Malwines rechte Pobacke berührte, begann sein innerer Damm unaufhaltsam zu brechen.
Eine samtweiche Oberfläche hieß Pjotrs Finger willkommen, und verführte diese umgehend dazu, weitere Erkundungen vorzunehmen. Pjotrs Augen begleiteten dabei seine Finger auf der Expedition in die Landschaft von Malwines Lustkörper. Ganz nebenbei, verglich Pjotr diese ihm nebeneinander präsentierten und doch so unterschiedlichen Popos von Malwine und Peperl.
Malwines Haut war deutlich heller, fast aristokratisch unbefleckt und blass. Und während Peperls Popo auf Pjotr den Eindruck machte, dass er aufreizend darum flehte von kräftigen Schlägen gerötet zu werden, verführte ihn Malwines Popo eher zum Streicheln.
Während Pjotrs intensiver Betrachtung hatte sich Sinowi inzwischen für einen dünnen Rohrstock aus seiner vielfältigen Sammlung entschieden, und links von Peperl Aufstellung genommen. Mit dem ersten Rohrstockhieb riss Sinowi Pjotr aus seiner Kontemplation über Malwines Hintern, der nun aus nächster Nähe beobachten konnte, wie Sinowi Strieme um Strieme auf Peperls Hintern zeichnete. Die Exaktheit der Abstände mit der er die Hiebe platzierte verrieten Pjotr, dass Sinowi auf eine erhebliche Erfahrung mit derlei Übungen zurückblicken konnte. Für Pjotrs Geschmack zeichneten die Hiebe ein wenig zu schnell ihr Muster auf Peperls Po, doch schien der zügige Rhythmus, bei dem nur etwa 3-4 Sekunden zwischen den einzelnen Hieben lag, Peperls Bedürfnis nahezukommen. Denn diese beantwortete die Hiebe ausnahmslos mit Lauten, die äußerstes Lustempfinden widerspiegelten. Mehr als einmal glaubte Pjotr sogar so etwas wie orgiastische Konvulsionen bei Peperl zu beobachten.
´Eine Algophelia, fürwahr´, dachte sich Pjotr für einen Augenblick, eine unzweifelhafte Verehrerin der Schmerzenslust.
Die unmittelbare Nähe, in welcher der Rohrstock pfeifend auf Peperls Hinterbacken fuhr, tat ein Übriges, Pjotrs Erregung ins Unermessliche zu steigern. Und als Sinowi schließlich die Hiebe einstellte, sich ungeniert seiner Beinkleider entledigte, und sich mit hoch aufragendem Glied dem heiß glühenden Hintern von Peperl in eindeutiger Absicht näherte, erwachte auch Pjotr aus seiner, einer Trance gleichenden, Stimmung, die ihn bislang von weitergehenden Handlungen außer dem Streicheln von Malwine Lustbarkeiten, abgehalten hatte.
Als Pjotr nun neben sich den wild in Peperls Paradies vorstoßenden Sinowi erlebte, gab es auch für Pjotr kein Halten mehr, und rasch entledigte auch er sich seiner Kleider. Geduldig und ohne etwas zu sagen, hatte Malwine die ganze Zeit über einfach nur ihren betörenden Popo Pjotrs Zärtlichkeiten überlassen. Innerlich hatte sie jedoch ungeduldig darauf gewartet, dass dieser russische Bär endlich seine Zurückhaltung ablegen würde, und sie einfach so nahm, wie sie sich ihm präsentierte. Endlich spürte sie die steife Erregung Pjotrs am Eingang zu ihrem Lustportal und schwülheiße Feuchte umfing den Eindringling mit einem freudigen Willkommen. Immer schon hatte Malwine heimliche Erregung verspürt, wenn sie Zeuge einer Züchtigung gewesen war, sei diese erotisch oder anderweitig konnotiert. Und auch wenn sie an diesem Abend nicht unmittelbar hatte beobachten können, wie sich der Hintern ihrer Freundin rötlich färbte, so war allein schon die miterlebte Situation genug gewesen, auch Malwine in höchste Erregung zu versetzen.
Zu Pjotrs Erstaunen, war Malwines Pforte aufregend enger, als ihr breites Becken ihn hatte erwarten lassen. Doch nunmehr von aller Zurückhaltung befreit, drang Pjotr immer weiter ein, und fand seine Expedition in jeder Hinsicht von wachsender Lust begleitet. Von der latenten Gefahr zu schnell das Ziel zu erreichen, versuchte Pjotr sich mit aller Disziplin immer wieder zurückzuhalten. So konnte auch Malwine aus den, abwechselnd einmal zurückhaltender und dann wieder heftiger werdenden, Stößen einige Zeit lang ihre Lust ziehen. Doch schlussendlich war der Reiz zu groß und Pjotr verschoss all sein Pulver noch bevor Sinowi zu seiner Linken den Zenit überschritt.
Nach diesem Geschehen kehrte wieder Ruhe in den Salon ein, und man beendete den Abend nach einigen belanglosen Gesprächen. Droschken brachten die Damen zurück zu ihren Wohnungen.
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Der Abend war ganz nach Sinowis und Pjotrs Geschmack gewesen war, auch wenn Pjotr nur ahnte, dass Sinowis finanzielle Großzügigkeit die Offenherzigkeit der Damen beflügelt hatte.
Dies störte Pjotr jedoch nicht, denn in den folgenden Wochen genoss er noch mehrfach die erotische Zweisamkeit mit Malwine, wobei er auch seine flagellantische Neigung zuweilen ausleben konnte. Zwar war Malwine keine so ausgesprochene Algophelia, wie Peperl, um die er seinen Freund Sinowi durchaus beneidete. Doch ließ sich Mali auch einmal ihren Wonnepopo verhauen, wenn auch nicht mit dem von Pjotr bevorzugten Rohrstock.
Dafür hatte Malwine ihm einen kunstvoll verzierten Riemen geschenkt, den sie für 15 Kronen bei einem Sattler hatte anfertigen lassen. Die glatte Fläche des Riemens aus einem geschmeidigen Leder war von einer großen Anzahl kleiner Löcher durchbrochen, welche das Muster von ineinander gehenden Spiralen bildeten. Von einer ihrer Freundinnen, die selbst entsprechende „Freunde“ mit solchen „Instrumenten“ betreute, wusste sie um die nötige Gestaltung welche der Riemen annehmen musste um keine verletzende oder zu heftige Wirkung zu entfalten.
Bei Pjotr fand Malwines Geschenk denn auch große Resonanz, erweiterte der Riemen doch sein bisher bekanntes Repertoire. Er fand zudem Gefallen daran, wie der Riemen in seiner Hand lag. Und auch das satt klatschende Geräusch auf Malwines Wonnepopo, welches sich so deutlich von allem anderen unterschied, was Pjotr bislang zur Anwendung gebracht hatte, begeisterte ihn. Dabei fragte er sich, ob die Entstehung dieses außergewöhnlichen Klangbilds nun mehr der Eigenschaft des besonderen Riemens, oder des bewundernswerten Hinterquartiers von Malwine geschuldet war, deren Pobacken sich unter den Schlägen mit dem Riemen in wogende Hügellandschaften verwandelten. Ebenso geschmeidig wie der Riemen selbst, war es Pjotr eine Lust zu beobachten, wie sich dabei die vornehme Blässe von Malwines Haut in aufregende Rottöne verwandelte. Ein Zustand, der dazu führte, dass Pjotr im Nachgang ausgiebig, und deutlich länger anhaltend als beim ersten Mal, Malwines Oase der Sinne besuchen konnte.
Dass Pjotr hierfür Malwine fürstlich entlohnte, und darüber hinaus noch teure Geschenke machte, tat seiner Stimmung keinerlei Abbruch. Das Leben wollte genossen sein, solange es währte, und die in letzter Zeit immer wieder aufflammenden diplomatischen Verstimmungen, welche indirekt mit Krieg drohten, bestätigten Pjotr in seiner Einstellung.
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So hätte es Pjotrs Befinden nach durchaus noch eine Weile weitergehen können. Tatsächlich nahm die Entwicklung jedoch schnell eine unerwartete Wendung. Denn Peperl und Mali hatten noch mit ihrem zeitweiligen Zuhälter Ferdl Kukilo eine Rechnung offen, geziehungsweise er mit ihnen.
Denn als Mali und Peperl vor Jahren in ihr horizontales Betätigungsfeld abgeglitten waren, hatte Ferdl die jungen Damen unter seinen Fittichen gehabt. Schnell hatte Peperl aber damals verstanden, wie der Hase lief, und wollte nicht immer den Großteil des Geldes an Ferdl abliefern. Also hatte sie ihn bei den Kiberern verpfiffen. Und da die Sittenpolizei den Ferdl Kukilo sowieso bereits auf dem Kiker gehabt hatten, war er eingefahren.
Nun aber erfuhr Peperl von der immer gut informierten Fanni Wewerka, dass Ferdls Zeit im Gefängnis sich dem Ende neigte und bekam Angst vor seiner wahrscheinlichen Rache.
Als sie erfuhr, dass Sinowi Alexandrowitsch Liwen bald diesen feschen Pjotr Michailowitsch Gromow nach Kroatien begleiten sollte, ergriff sie die Gelegenheit, und diente sich und Mali den beiden als weibliche Begleitung an.
Dies stellte für Pjotr und Sinowi eine gute Gelegenheit dar, ihrer Tarnung eine weitere Facette hinzuzufügen, und zudem eine höchst Angenehme, welche die beiden nach ohne langes Zögern ergriffen.
Nach Rücksprache mit ihren Vorgesetzten waren über entsprechende Kanäle bald fingierte Heiratsurkunden organisiert, und prompt waren Peperl zur Josephine Liwena und Mali zur Malvine Gromow promoviert.
Als Ehefrauen der beiden Geschäftsleute, welche mit den österreichischen Werften in Fiume ins Geschäft kommen wollten, würden diese sich noch unverdächtiger bewegen können, und auch der Besuch der k. u. k. Marinebasis in Pola würde in Damenbegleitung weit weniger Aufmerksamkeit erregen.
Als sie die „offiziellen“ Heiratsurkunden vom Botschaftssekretär ausgehändigt bekamen meinte Sinowi mit leicht spöttischem Unterton zu Pjotr: „Bella gerant alii; tu, felix Austria, nube et concubitus“
Libertineros 2026
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