Das Rutenmaderl
Die Schatten der Begierde - Kapitel 11
Ab dem September 1909 sind die Aufzeichnungen von Pjotr Michailowitsch Gromow wieder vollständig, und so berichtet im Folgenden wieder Pjotr selbst, was ihm in dieser Zeit widerfahren ist.
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Was für einen herrlichen Sommer ich doch mit Sinowi an der österreichischen Riviera verleben konnte. Hatten wir uns zunächst in Triest einquartiert, und von dort aus unsere Erkundungen bei den Werften durchgeführt, so waren wir gegen Ende des Sommers in die Nähe von Pola weitergezogen.
Neben den vielfältigen Eindrücken, die wir von der königlichen und kaiserlichen Marine Österreichs in den Werften von Triest gewinnen konnten, zeigte sich auch das übrige Land sehr offenherzig und lebenslustig uns gegenüber.
Peperl und Mali erwiesen sich als unglaublich geschickt dabei Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten in den Werften zu knüpfen. Das angenehme Klima von Österreichs Riviera verführte ganz offensichtlich auch Personen zu einem sorgloseren Lebenswandel, die nördlich der Alpen eher steif auftraten. Manch Magistratsrat und Ingenieur vergaß zwischen den Beinen von Peperl und Mali die strengen Auflagen der Geheimhaltung, und so manches, vielleicht als nicht so wichtig aufgefasstes Detail, konnte von den beiden Damen aufgeschnappt werden. Dabei verdichtete sich für uns ein Bild vom Zustand der k. u. k. Flotte, das deutlich potenter war, als sich das die Marineführung in Sankt Petersburg bislang vorgestellt hatte.
Das diese eher behäbig anmutende Beamtenmonarchie Österreich inzwischen die zehntgrößte Kriegsflotte der Welt besaß fand ich sowieso verwunderlich. Noch aufschlussreicher für uns war jedoch die Erkenntnis, dass sich die k. u. k. Marine ernsthaft darum bemühte ihre Flotte auf den neuesten technischen Stand zu bringen, und auch die allerneuesten Erkenntnisse in der Marinetechnik zu betrachten.
So war man ernsthaft dabei, eine U-Boot Flottille aufzubauen, und hatte dazu erste Boote in Dienst gestellt. Das Erste hatte man noch in Deutschland bauen lassen. Darüber hinaus experimentierte man mit anderen ausländischen Entwürfen, und hatte dann in Fiume eigene U-Boote unter Mitwirkung ausländischer Experten konstruiert, die gerade im Februar dieses Jahres vom Stapel gelaufen waren.
Peperl gelang es den Chefingenieur der Whitehead-Werft in ihr Bett zu ziehen, und so gelangten wir an Informationen zu den Versuchsfahrten, die stattgefunden hatten.
Diese Versuchsfahrten waren es auch, die Sinowi und mich dazu bewogen, unseren Aufenthaltsort von Triest in die Nähe von Pola zu verlagern, denn auf dem dortigen Stützpunkt der k. u. k. Kriegsmarine war zu Anfang des Jahres die Unterseebootstation Pola eingerichtet worden.
So hatten Sinowi und ich schweren Herzens von Triest wieder Abschied nehmen müssen, denn während sich Mali und Peperl mit den Honoratioren der Werften vergnügt hatten, waren wir in den Badeorten Grado und Brioni, und insbesondere Abbazia bei den südländisch, offenherzigen Damen ebenfalls auf unsere Kosten gekommen. Die Freiheiten, welche sich die Ingenieure und Magistraten nahmen, waren ihren Ehefrauen nämlich ebenfalls nicht fremd, und es schien mir, dass die mediterrane Atmosphäre auch bei diesen Damen der Gesellschaft zu entsprechender Hitze führte, welche nach dringender Befriedigung verlangte.
Dementsprechend wehmütig verabschiedete ich mich von meiner Favoritin Agathe von Trapen, der Frau eines Linienschiffkommandanten, der die meiste Zeit irgendwo auf See verbrachte, und dessen Vernachlässigung seiner Gattin mir zu ausgesprochener Lust gereichte. Zwar war Agathe leider keineswegs den Verlockungen der Flagellation zugeneigt, dafür aber umso empfänglicher für ausgedehnte Liebesspiele, und geradezu süchtig nach meiner Zunge.
Hatte mich doch der Einsatz meiner Zunge an den Preziosen der Damen in den letzten Jahren selbst schon in ihren Lustbann gezogen, so war es Agathe, mit der zusammen ich das Spiel auf eine ekstatische Extravaganz hatte treiben können. War es schon immer der besondere Duft der Wonnegrotte der Frauen gewesen, welche bereits bei den zartesten Anmutung meinen tapferen Soldaten zu heftigem Strammstehen verleitet hatte, so habe ich in den letzten Jahren festgestellt, dass der Nektar, welcher diesem Brunnen entspringt, und gleichsam die Quelle des Dufts darstellt, zu einer Standfestigkeit meines Liebeskämpfers führt, die mich immer wieder erstaunte.
Und gerade Agathes Nektar war es, der, nachdem ich ihn erst einmal ausgiebig gekostet und Agathe damit bereit für die Eroberung ihrer Liebesfestung gemacht hatte, mich in immer neuen Wellen der Erregung, in ihren Burghof eindringen ließ. Und dies so lange, bis Agathe sich meist einer Ohnmacht hingebend, erschlafft neben mir in den Schlaf sank. Ein Schlaf, der so tief und fest war, dass ich eine Pistole neben ihr hätte abfeuern können, ohne dass sie erwacht wäre. Ein Umstand der mir allerdings zeigte, dass ich Agathe Befriedigung in einer Weise hatte gewähren können, welche ihr, ihr hochdekorierter Marineoffizier wohl nie hatte verschaffen können. Dieser konnte wohl die 24 Zentimeter Geschütze seines „Erzherzog Karl“ Schlachtschiffs beeindruckend donnern lassen, doch das Kaliber, der zwischen seinen Beinen angeordneten Artillerie, schien auf Agathe weit weniger beeindruckend zu wirken.
Umso williger hatte sich Agathe immer wieder mir hingegeben, um jenen süßen, alles hinter sich lassenden „kleinen Tod“ der Erfüllung zu genießen, der mit ihrem tiefen todesähnlichen Schlaf verbunden war.
Eine Gelegenheit, die ich dazu hatte nutzen können mir den Zugang zu einigen Dokumenten ihres Mannes zu verschaffen, die mir wiederum einen unverhofften Einblick in die Kommandostruktur der Linienschiffsorganisation gegeben hatte.
Überhaupt war unser Aufenthalt an der österreichischen Riviera höchst aufschlussreich und erfreulich gewesen, sowohl für Sinowi und mich, als auch für die Admiralität in Sankt Petersburg.
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Nun also hatten Sinowi und ich uns in der Umgebung von Pola in eine unauffällige Pension eingemietet, die von Strahimir Pilar, einem Russland gegenüber loyalen und aus dem Untergrund heraus tätigen, kroatischen Nationalisten geführt wurde. Strahimir versorgte uns mit allen notwendigen Informationen bezüglich der lokalen Gegebenheiten, und war bestens mit der k. u. k. Marinebasis in Pola vertraut.
Wieder waren es Mali und Peperl, die mit ihrem gewinnenden und offenherzigen Wesen, schnell entscheidende Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten der Marinebasis geknüpft hatten.
Nach den ersten Informationen die ich nach Sankt Petersburg über die im Aufbau befindliche U-Boot Flottille der k. u. k. Marine gemeldet hatte, war von dort die Anweisung gekommen, sich insbesondere diesem Thema anzunehmen.
Und prompt war es Mali gelungen, mit Rudolf Lerch, einem Fregattenleutnant, der gerade erst als Offizier für eines der neuen U-Boote nach Pola abgeordnet worden war, eine Liaison zu beginnen.
So erfuhren wir aus erster Quelle, wann Rudolf mit seinem U-Boot Erprobungsfahrten durchführte. Und tatsächlich war dieser Offizier Mali gegenüber auch so gesprächig, dass die ein oder andere Erkenntnis darüber, wie sich sein U-Boot bewährte, von mir nach Sankt Petersburg weitergemeldet werden konnte.
Mich überraschte dabei, die Sorglosigkeit, welche dieser junge Offizier in Bezug auf die Geheimhaltung der fraglos hochsensiblen Erkenntnisse, gerade mit einer so neuartigen Waffe, an den Tag legte. Mir schien es allerdings seiner Einstellung geschuldet zu sein, von der Mali berichtete, dass Rudolf seine Abordnung zu den U-Booten nur als Zwischenstation ansah, um irgendwann einmal später zum Kommandanten eines der großen Linienschiffe aufsteigen zu können.
Rudolf hatte sich mehrfach darüber geäußert, dass U-Boote ja „ganz nett“ seinen, wenn es aber zum Krieg käme, währen Schlachtschiffe und Panzerkreuzer doch die entscheidenden Mittel, mit denen man Ruhm und Ehre gewinnen könnte. Von daher nahm Rudolf seine Arbeit wohl nicht ganz so ernst, was mir recht sein sollte, denn ich selbst betrachtete alle neuartigen Waffensysteme mit äußerstem Interesse. Hatte ich doch gesehen, wie gerade die Rückständigkeit der russischen Marine in Bezug auf die Anwendung neuester Erkenntnisse, zu der verheerenden Niederlage von Tsushima gegenüber der japanischen Marine geführt hatte.
Malwines „Eroberung“ von Rudolf Lerch, erwies sich im Folgenden dann als entscheidenderer Faktor im Erfolg, den Sinowis und meine Mission am Ende hatte.
Denn Rudolf zeigte sich Mali gegenüber bald als devoter Flagellant, der beim Empfangen von Rohrstock und Peitsche höchste Lust empfand. Und Mali hatte schnell großen Gefallen daran gefunden, diese Instrumente zu schwingen, und Rudolfs österreichischen Marinehintern damit ausgiebig zu bearbeiten. Eine Entwicklung, die mich, ehrlicherweise, nicht wirklich verwunderte, hatte ich doch bemerkt, dass Mali für die empfangende Seite nicht wirklich zu begeistern gewesen war, jedoch kaum verhohlene Erregung gezeigt hatte, wenn in ihrer Anwesenheit Peperl ordentlich den Hintern verhauen bekam.
Doch war es weniger Rudolf Lerchs besondere Neigung, als das Bild um die Zusammenhänge, die sich alsbald aus Malis Berichten von ihrem Zusammensein mit Rudolf herauskristallisierten. So erfuhren wir, dass Rudolf seine Neigung im Rahmen einer erotischen Liaison mit einer angeblichen Erzherzogin von Österreich entdeckt hatte.
Diese, vom ihm immer nur mit „Erzsi“ bezeichnete Dame, hatten wir bald in der österreichischen Thronfolgehierarchie ausfindig machen können, und stellte sich als eine nicht ganz unbedeutende Nebenlinie heraus, die allerdings inzwischen ihren Status als Erzherzogin aufgrund einer Heirat verloren hatte.
Tatsächlich war diese „Erzsi“, eine Erzsébet Zita Simona de Báthor, nach ihrer Vermählung mit einem Adeligen aus dem österreichischen Kronland Galizien, eine einfache Fürstin geworden, wenn auch mit traditionsreichem Stammbaum, und ließ sich in den deutschgeprägten Kreisen einfach Elisabeth nennen. „Erzsi“ wurde sie nur von ihren intimen Freunden genannt.
Trotzdem war sie eine gesellschaftlich bedeutende Figur, mit vielen Kontakten, und ihre offensichtlich vorhandene Neigung zur Flagellation, stellte für uns einen guten Grund dar, uns näher mit ihrer Person zu befassen.
Schnell hatten wir herausgefunden, dass die Fürstin in den höchsten Kreisen der Gesellschaft verkehrte und insbesondere viele Kontakte zu Persönlichkeiten der k. u. k. Marine pflegte. So schien auch der Admiral, dem die Marinebasis Pola unterstand, zu ihrem engsten Freundeskreis zu gehören.
Nach und nach erfuhren wir über Mali interessante Details die Rudolf über Elisabeth de Báthor zu berichten wusste. So war die Fürstin nicht nur Rudolf gegenüber als rutenschwingende Megäre aufgetreten, sondern auch als Veranstalterin geheimer Treffen, bei denen in ihrer Gegenwart gerade auch Damen mit Ruten der Hintern gezüchtigt wurden.
Wie Rudolf berichtete, sei Elisabeth schon früh ihrer flagellantische Neigung gewahr geworden, da in ihrer Kindheit eine, ansonsten streng geheim gehaltene, Tradition gepflegt wurde, die man in der kaiserlichen Familie bei der Kindererziehung zur Anwendung brachte. Wenn eines der kaiserlichen Kinder unartig gewesen sei, und bestraft werden sollte, wurde stattdessen ein „Rutenbub“ oder ein „Rutenmaderl“ in Anwesenheit der hochwohlgeborenen Nachkommen mit einer Rute gezüchtigt. Es wäre auch völlig undenkbar gewesen, dass ein zukünftiger Herrscher von Gottes Gnaden in seiner Kindheit von einem gewöhnlichen Menschen gezüchtigt worden wäre. Also vertraute man auf die disziplinieren Wirkung, wenn ein befreundeter Spielkamerad die Strafe erdulden musste.
Diese Stellvertreter waren selbst adeliger Herkunft, berichtete Rudolf, und es sei eine große Ehre, als solcher in die kaiserliche Umgebung gerufen zu werden. Diese Gefährten, die zusammen mit ihren zukünftigen Herrschern aufwuchsen, genossen alle Annehmlichkeiten des kaiserlichen Hofes. Im Allgemeinen sei eine Züchtigung im Rahmen dieser Tradition allerdings ausgesprochen selten, und auch eher symbolisch gewesen, und für die auf diese Weise „Bestraften“, kaum der Rede wert.
Allerdings hätte Elisabeth im Rahmen ihrer Pubertät bei solch einer seltenen Gelegenheit aufwallende Gefühle bei sich festgestellt, und in der Folge einige Male eine Bestrafung provoziert, welche ihr gleichaltriges „Rutenmaderl“, Henriette von Kőszeg, zu erdulden hatte. Von pubertärer Neugier getrieben hatten sich die jungen Mädchen im vertrauten Beieinander über ihre ungewohnten Gefühle ausgetauscht. Dabei hatten sie festgestellt, dass in gleicher Weise, wie Elisabeth aufsteigende Erregung, beim Anblick des entblößten, und der Rute dargebotenen Popos Henriettes, empfunden hatte, diese wiederum vom Kuss der Rute nicht unangenehm berührt, sondern im Gegenteil in erotisierende Aufregung versetzt worden war. Vertieft hatte sich diese Gefühlswelt wohl, wie Rudolf in erstaunlicher Offenheit gegenüber Mali berichtete, in nächtlichen Tête-à-têtes, bei denen Elisabeths Berührungen von Henriettes Popo, von beiden als lustvolle Erfahrung erlebt wurde.
Ich konnte mir gut vorstellen, dass es zwischen den beiden nicht nur bei Berührungen des Popos geblieben war. Und auch der weitere Werdegang, bei dem sich Elisabeth im Laufe der Jahre zur aktiven Flagellantin entwickelt hatte, erforderte nicht allzu viel Phantasie. Mit dem Eintritt in das heiratsfähige Alter, waren die Spiele zwischen Elisabeth und Henriette naturgemäß zum Erliegen gekommen, insbesondere nachdem Henriette verheiratet worden war, und die zunehmende Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf Elisabeth es ihr nicht erlaubten, ihre Neigung auszuleben.
Bald auch war Elisabeth selbst verheiratet worden, in ihrer Ehe jedoch bald nicht mehr glücklich. Und da auch ihr Ehemann mit Geliebten fremdging, nahm sich die Fürstin die Freiheit, ebenfalls ihrer Neigung wieder zu folgen.
Hier nun eröffnete sich für uns eine unerwartete Gelegenheit. Denn wie Rudolf berichtete, war es für die Fürstin, bei aller gebotenen Vertraulichkeit, nicht immer einfach, passende Gespielinnen für ihre Soiréen sind finden. Diese mussten nicht nur von angenehmem Äußeren und vertrauenswürdig, sondern auch willig sein, sich neben ausschweifenden lustvollen Spielen auch Rute und Peitsche hinzugeben. Dabei würde die Delinquentin nicht nur von der Fürstin selbst, sondern auch anderen, an den geheimen Treffen teilnehmenden, hochgestellten Persönlichkeiten als Gespielin dienen.
Wer wäre hierzu geeigneter gewesen, als unsere Peperl, welche alle Eigenschaften auf sich zu vereinigen wusste, und durch eine Liaison, welche sie inzwischen mit dem hochdekorierten Marineoffizier Georg Singule aufgebaut hatte, bereits in die vertrauenswürdigen Kreise aufgestiegen war.
Und so kam es, dass Mali über Rudolf, Peperls Teilnahme an einer Soirée ins Spiel brachte, und die Fürstin, hocherfreut darüber eine potentielle Kandidatin gefunden zu haben, Peperl alsbald zu sich einlud, um deren Eignung selbst in Augenschein zu nehmen.
Wie Peperl berichtete, verlief dieses erste Treffen in einem Palais etwas außerhalb von Pola sehr zufriedenstellend für beide Seiten. Peperl hatte „Erzis“ Rute zu spüren bekommen, und die Fürstin hatte sich im Nachgang begeistert davon gezeigt, dass Peperl hierbei nicht zimperlich gewesen war, und wohl auch mehrere Runden der Flagellation im Rahmen eines entsprechenden Abends würde aushalten können.
Inzwischen hatten wir auch über unseren Pensionswirt Strahimir Pilar Erkundigungen eingezogen, wer voraussichtlich noch alles an der Soirée der Fürstin teilnehmen, und wo diese stattfinden würde.
Wahrhaftig ein Volltreffer: Es würde wohl die Villa von Eugen Ritter von Wellenberg, dem Hafenadmiral von Pola sein. Also genau jener Ort, wo Strahimir Pilar vermutete, dass in einem Tresor, die geheimen Unterlagen der neu aufzubauenden Unterseebootsflottille Österreich-Ungarns aufbewahrt wurden. Die k. u. k. Admiralität hatte diesen außergewöhnlichen Ort ausgewählt, weil sie befürchtete, dass Spione die ansonsten streng bewachte Marinebasis in Pola im Visier hatten, und die Aufbewahrung im privaten Umfeld des Hafenadmirals unwahrscheinlich sei. Doch genau diesen Sachverhalt hatte Strahimir Pilar herausgefunden.
Als begünstigend für uns hatte Strahimir zudem erfahren, dass in der Vergangenheit bereits schon einmal so etwas wie eine Soirée stattgefunden hatte, und bei dieser Gelegenheit, der Admiral allen seinen Bediensteten nach entsprechender Vorbereitung des Abends freigegeben hatte, um auf diese Weise vor Indiskretionen bewahrt zu bleiben.
Wenn wir also an die Dokumente herankommen wollten, so hatten wir nun die beste Gelegenheit vor unseren Augen.
Vorteilhaft war darüber hinaus, dass nur relativ wenige Personen an der Soirée teilnehmen würden, von denen wir inzwischen bereits mehr oder weniger Kenntnis gewonnen hatten.
So würden neben der Fürstin, Peperl und dem Hafenadmiral natürlich auch Rudolf Lerch, und weiters auch Georg Singule und Mali teilnehmen.
Wie uns Peperl von ihrem Treffen mit der Fürstin berichtete, hatte diese ihrer Soirée inzwischen unter die Losung „Zaubernacht“ gestellt.
So erdachten Sinowi und ich uns einen Plan, wie wir diese Zaubernacht dazu nutzen konnten, um an die geheimen Dokumente heranzukommen.
Libertineros 2026
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