Das Elixir des Engels
Die Schatten der Begierde - Kapitel 3
Ich erinnere mich noch genau an den Tag an dem Chazkele Grigorjewitsch Schagal sich bei mir ankündigen ließ. Es war im Herbst 1907 und für die Jahreszeit noch ungewöhnlich warm. Am Abend zuvor hatte ich auf einer Abendgesellschaft von Grigori Lipmanowitsch Fjodorow, zum ersten Mal von den Gerüchten gehört, dass der Zarewitsch Alexei Nikolajewitsch ernsthaft erkrankt sei, was allgemeine Besorgnis ausgelöst hatte.
Noch auf der Heimfahrt nach der abendlichen Zusammenkunft hatte ich mir Gedanken über Kinder und die Erhaltung meiner Familienlinie gemacht. Meine Halbschwestern Marja und Darja zählten in diesem Sinne ja nicht, und einen Bruder oder andere Geschwister hatte ich keine.
Also kam es auf mich an, und wie kritisch so etwas sein konnte, sah man ja gerade an der Zarenfamilie, die zwar mit fünf Kindern gesegnet war, von denen aber lediglich der zuletzt geborene Alexei für die Aufrechterhaltung der Familienlinie ernsthaft infrage kommen konnte. Lieblich und hübsch, wie die vier älteren Schwestern des Zarewitsch auch sein mochten, ein Land wie Russland brauchte die starke Hand eines Mannes. Zugegeben hatte im 18. Jahrhundert auch diese Katharina als Zarin geherrscht, und das Land mit harter Hand regiert. Solche Damen musste man aber als Ausnahmeerscheinungen ansehen, und die Schwestern Alexei Nikolajewitschs macht mir nicht den Eindruck in die Fußstapfen von Katharina treten zu können.
Auch am Morgen danach beschäftigten mich noch solche Gedanken, und ich fragte mich allen Ernstes, ob ich mit Taisija diesbezüglich unser Liebesleben beeinflussen sollte. Doch dann lenkte mich der Besuch Chazkele Schagals von diesen Gedanken ab.
Es stellte sich heraus, dass Chazkele im Auftrag des „Starez“ Grigorij Jefimowitsch Jakowitsch zu mir gekommen war, angeblich in einer äußerst dringenden Angelegenheit. Wie sich Chazkele ausdrückte, ging es förmlich um Leben und Tod, und dem Starez sei in einer Eingebung offenbart worden, dass ich eine wichtige Mission übernehmen müsse.
Genaueres wollte oder konnte er mir allerdings an diesem Tag noch nicht mitteilen. Da ich dem Starez inzwischen aber schon einiges an guten Kontakten und interessanten Begebenheiten verdankte, sagte ich Chazkele meine prinzipielle Bereitschaft zu, zu helfen, wenn ich denn helfen könne.
Und so kam es, dass mich nur zwei Tage später ein Brief des Starez erreichte, in dem mir bedeutet wurde mich am Mittwoch den 7. November bereitzuhalten, dass man mich von meinem Anwesen abholen würde, um meine Mission zu beginnen. Ich sollte mich um nichts sorgen, denn man würde mich wohlbehalten noch am selben Abend zurückbringen.
Tatsächlich holte man mich mit einem luxuriösen Wagen gegen 19:00 Uhr ab, und wir fuhren eine Weile lang über eine vom Vollmond beschienene und von feuchtem Laub glänzende Landstraße, bis der Wagen anhielt, und ein vornehmer Herr ausstieg, und zu mir in den Fond des Wagens kam.
„Verehrter Pjotr Michailowitsch …“, begann dieser mir bislang unbekannte, jedoch vornehm gekleidete und vertrauenswürdig wirkende Herr mittleren Alters.
„Ich denke man hat ihnen mitgeteilt, dass wir heute in einer äußerst delikaten Angelegenheit unterwegs sind, und dass sie mir vertrauen können. Ich muss ihnen für die weitere Fahrt aus Gründen der Diskretion leider die Augen verbinden. Ich hoffe sie haben dafür Verständnis.“
Ich war damit einverstanden, und so setzten wir die Fahrt noch eine Weile lang fort, ohne dass ich feststellen konnte, wohin genau die Reise ging.
Endlich waren wir wohl am Ziel angekommen, und mein Begleiter führte mich, immer noch mit verbundenen Augen, in ein Haus und über verschiedene Gänge, was ich lediglich durch die unterschiedliche Helligkeit, die durch die Augenbinde drang, feststellen konnte. Der Weg schien mir recht lange, und endete in einem Salon, in welchem mir schließlich die Augenbinde abgenommen wurde.
Ich fand mich in einem luxuriös ausgestatteten Raum wieder, der von gedämpftem Kerzenlicht erhellt wurde, und der mir ein wenig überheizt schien. Tatsächlich brannte im Kamin ein loderndes Feuer, von dem eine erhebliche Strahlungswärme ausging. Vielleicht war es aber auch meine leichte Aufregung, verursacht durch die immer geheimnisvoller werdende Mission, welche mich entsprechend erhitzte.
Ich wurde gebeten mich auf einem der luxuriösen Fauteuils niederzulassen, und zu warten. Nur wenig später betrat der „Starez“ Grigorij Jefimowitsch Jakowitsch den Raum und begrüßte mich herzlich. Er bedankte sich, dass ich seiner Bitte gefolgt war, die Mission anzunehmen, in die er mich nun einweihen wollte.
Eine hochstehende Persönlichkeit sei ernsthaft erkrankt, und ihm, Grigorij Jefimowitsch Jakowitsch, sei von höheren Mächten das Mittel zu seiner Heilung offenbart worden. Dieses Mittel zu gewinnen, hänge jedoch von einer ganzen Reihe einzelner Faktoren ab, deren einer ich selbst sei.
So
erläuterte Grigorij mir in eindrücklichen Worten: „Das Elixier, dass es zu
gewinnen gilt, ist jenes, welches nur ganz bestimmte Frauen – die wahren Engel
in unserer Welt - zu schenken in der Lage sind, wenn sie sich ihrerseits im
Zustand höchster göttlicher Ekstase befinden.
Also habe ich mich, von der göttlichen Macht geleitet, auf die Suche begeben,
und nicht nur den Engel, sondern auch die erforderliche Liturgie ermittelt, mit
der sich das Elixier gewinnen lässt. Wie du, Pjotr Michailowitsch, sehr gut
weißt, lassen sich bestimmte Frauen, welche über spirituelle Gaben verfügen,
durch Schläge der Lust in den Zustand der unvergleichlichen göttlichen Ekstase
bringen, welche die Voraussetzung dafür ist, dass heilende Elixier zu spenden.
Es wurde mir offenbart, dass aber gerade bei der von mir Ausgewählten – nennen wir sie Aniela, denn ihren wahren Namen werden alle Beteiligten ein Leben lang strengstens geheim halten müssen - dieses Feuer nicht wie gewöhnlich mit einer Peitsche, sondern durch einen Stock aus dem Zweig der „Belaya iva Urala“, hervorgerufen werden kann.
Nun erinnerte ich mich, dass Chazkele mir von deinem virtuosen Umgang mit Rohrstöcken berichtet hat, den du von deinem Vater gelernt haben sollst. Sehr außergewöhnlich, aber wohl auch sehr vergleichbar zur „Belaya iva Urala“. So bin ich auf dich gekommen als einen wichtigen Mosaikstein für unsere Mission.“
Grigorij nahm in diesem Moment meine beiden Hände in die Seinen, blickte mich mit seinen großen dunklen Augen an, und es bedurfte keiner weiteren Worte, um zu erkennen, dass an diesem Abend Außergewöhnliches geschehen würde. Nie hätte ich es gewagt, diesen Augen Grigorijs einen Widerspruch oder auch nur einen zaghaften Zweifel gegenüber zu äußern.
„So wollen wir es denn angehen“, hörte ich mich sagen, und spürte, wie mich Grigorijs Worte in einen sonderbaren Bewusstseinszustand versetzt hatten. Die Beleuchtung des Raumes schien dunkler geworden zu sein, auch wenn noch alle Kerzen wie zuvor brannten, und die Hitze im Raum hatte noch weiter zugenommen.
„Ja, lieber Pjotr“, bekräftigte Grigorij meine Worte, und fügte hinzu, „ich werde dich jetzt verlassen, denn außer dir, darf bei der Zeremonie kein weiterer Mann anwesend sein. Dafür wird meine treue Gefährtin Olga Lochtina dir zur Hand gehen. Ich habe sie in alle Einzelheiten des Rituals eingeweiht, und sie wird dich gleichermaßen führen, wie sie dir und der auserwählten Aniela dienen wird, das Elixier zu gewinnen.“
Mit diesen Worten erhob sich der Starez und gab mir zum Abschied noch einmal seinen Segen auf die Stirn, worauf er aus dem Salon entschwand.
Nur wenig später betrat Olga Lochtina den Raum in ein langes weißes Seidenkleid gehüllt. Gegenüber unserem letzten Zusammentreffen hatte sie sich nicht verändert. Elegant und anmutig reichte sie mir einen ebenso weißen Stoff, und bedeutete mir, alle meine Kleider abzulegen, und dafür eben jenes kaftanähnliche Gewand anzulegen, welches dieser federleichte, weiße Stoff darstellte.
Mit Sicherheit war ihr nicht verborgen geblieben, dass bereits eine gewisse Erregung in meinem Schritt sichtbar war, doch alsbald verschwand diese Erregung unter dem leichten Stoff des Kaftans, sodass die Situation nichts Anzügliches mehr an sich hatte.
Als nächstes läutete sie eine Glocke, die auf einem kleinen Tisch darauf gewartet hatte entsprechend benutzt zu werden, und gegenüber der Tür, durch welche Olga im Raum erschienen war, trat nun eine tatsächlich engelsgleich aussehende, weibliche Gestalt in den Raum, und bewegte sich mit anmutigen Schritten auf Olga und mich zu.
Es war eine junge Frau von vielleicht zwanzig Jahren, und ihre ganze Erscheinung war durch das Gewand geprägt, das dem von Olga Lochtina glich. Weißer seidenartiger Stoff umschloss ihre weiblich harmonische Figur, welche von einer auffällig schmalen Taille geprägt war. Wie ich sie ansah, musste ich Grigorij Recht geben, dass es sich wahrlich um einen Engel handeln musste, denn ihr rundes Gesicht war von goldblondem, lockigen Haaren umflossen, wie es einen Engel nicht besser charakterisieren konnte. Ihr Blick war gesenkt, doch erkannte ich in ihrem Gesicht den Ausdruck völliger Ruhe und Bestimmtheit, einer wichtigen Mission anzugehören, und diese unbedingt erfüllen zu wollen.
Etwa drei Schritte bevor sie Olga und mich erreichte, verbeugte sie sich, die ich in Ermangelung der Kenntnis ihres richtigen Namens im weiteren weiter Aniela nennen werde.
Auch Olga und ich verbeugten uns, und Olga wies Aniela mit ihrer Rechten in einen Teil des Raumes, welchem ich bislang keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Dort im gedämpften Kerzenlicht, und umstanden von zwölf übergroßen Kerzen, befand sich speziell gezimmertes Möbelstück, welches ich in dieser Form noch nie gesehen hatte.
Es war aus dunklem Eichenholz gefertigt und obwohl ich seine Funktion bereits erahnte, war ich doch gespannt, wie genau das Möbel zu unserer Mission beitragen, beziehungsweise diese unterstützen würde.
Dies erschloss sich mir unmittelbar, nachdem Aniela auf Gesten von Olga hin - es wurde kein einziges Wort gesprochen - ihr Gewand abgelegt und dann gänzlich nackt vor uns stand und sich danach auf die gepolsterten Flächen des Möbels legte. Die Maße dieser Flächen waren exakt auf Anielas Körper ausgelegt, was mir den Gedanken nahelegte, dass der Starez dieses Möbel hatte extra für diesen Anlass anfertigen lassen. So wichtig wie offensichtlich der Starez diese Mission ansah, wäre dies wohl auch durchaus angemessen gewesen. Ich vermute, dass Chazkele Grigorjewitsch Schagal dem Starez dabei behilflich gewesen war dieses spezielle Möbelstück Wirklichkeit werden zu lassen, ganz so wie dieser bereits bei der Ausgestaltung meiner Verlobung mit Taisija tätig geworden war.
Anielas Oberkörper wurde von einem dunkelroten Polster aufgenommen, welches an der Stelle ihrer beachtlichen Brüste Aussparungen hatte, so dass diese keinem Druck ausgesetzt waren. Für ihre Arme gab es ebensolche Polster in einem leichten Winkel rechts und links von Anielas Oberkörper, auf denen diese sanft ruhen konnten. Im Bereich von Anielas Becken jedoch machte das Möbel einen senkrechten Knick, und etwas tiefer gab es weitere Polster um Anielas Knie und Unterschenkel abzustützen. Dabei war die Anordnung in solcher Weise gewählt worden, dass Anielas Schenkel gespreizt, und ihr Allerheiligstes von allen Seiten zugänglich dem Betrachter präsentiert wurde. Kunstvoll eingearbeitet in das Möbel war ein gläsernes Becken, welches von goldenen und mit Engelsköpfen verzierten Haltern einen Raum zwischen den Polstern einnahm, auf welchen Anielas Unterschenkel ruhten.
Weiterhin schweigend legte Olga um Anielas Arme und Unterschenkel breite, seidene Bänder, fast schon Tücher, welche sie kunstvoll mit Schleifen am Möbel befestigte. Auch diese Bänder waren weiß, und hoben sich im flackernden Kerzenlicht in ihrer Zartheit reizvoll von den dunkelroten Polstern ab. Dabei unterstrichen sie die vornehme Blässe von Anielas Körper, der solchermaßen auf dem Möbel fixiert, mit diesem zu einem harmonischen Gesamtbild verschmolz. Wobei diese Fixierung mit Sicherheit nur symbolischen Charakter hatte, denn die zarten Bänder würden meines Erachtens heftigeren Bewegungen kaum standhalten können.
Meine weiteren Überlegungen wurden jedoch von Olga dadurch unterbrochen, dass sie vor mir auf einem roten Samtkissen das Instrument darbot, mit welchem ich ganz offensichtlich die „Liturgie“, wie es der Starez bezeichnet hatte, vollziehen sollte.
Das also war jene geheimnisvolle „Belaya iva Urala“, welche den Zauber vollbringen sollte, das Elixier zu gewinnen. Ganz offensichtlich hatte man einen Zweig dieses Baumes sorgfältig ausgewählt, denn er war makellos gerade, und von jeglichen Unebenheiten befreit. Zu meinem Erstaunen sehr dünn, ja dünner, als mein kleiner Finger, und mit einer Biegsamkeit, die ihresgleichen suchte, und jener einer Peitsche deutlich näherkam als einem Rohrstock.
Auch jetzt bedurfte es keiner weiteren Worte, denn das Ziel dieser Belaya lag ausgebreitet vor meinen Augen in der Form von Anielas, durch ihre Position auf dem Möbel außerordentlich betonten, Popos, dessen Form mich umgehend betörte. Hatten sich doch durch die Spreizung von Anielas Schenkeln, nicht nur ein Blick auf ihre Venus, sondern eben auch auf das Tal zwischen ihren runden Pobacken ergeben, auf dessen Grund sich eine zarte Rosette im Kerzenschein andeutete.
Zum Glück verdeckte mein kaftanähnliches Gewand jegliche unmittelbar dadurch hervorgerufenen Regungen, welche den feierlichen Charakter der „Liturgie“ hätten stören können, und so konzentrierte ich mich darauf die Beschaffenheit der Belaya weiter zu untersuchen. Glatt und geschmeidig ließ ich die Belaya zwischen meinen Fingern hindurchgleiten und bekam intuitiv einen Eindruck davon, welche Kraft angemessen sein musste, um die gewünschte Wirkung des bevorstehenden Rituals zu erzielen.
In gleicher Weise sagte mir die Situation, dass es nun Zeit war zu beginnen, nachdem sich Olga neben dem Möbel auf der Höhe von Anielas Becken auf die Knie begeben hatte, wo zu diesem Zweck ein weiteres dickes Samtkissen vorbereitet lag. Auch ich hatte mich, ohne Worte, dem Möbel und Anielas Engelgestalt so weit genähert, dass die Belaya zur Anwendung gebracht werden konnte.
Für eine kurze Zeit schloss ich meine Augen, und fühlte, wie mein Arm und meine Hand eins wurden mit der Belaya. Dann ließ ich aus dem Handgelenk die Belaya in Richtung von Anielas unendlich erregendem Popo schwingen.
Ein feines Sirren gefolgt von einem noch moderaten Schnalzen zeigte mir an, dass ich die von mir für den Beginn gewünschte Intensität nicht überschritten hatte. Wie von mir erwartet, hinterließ die Belaya eine sehr feine rote Zeichnung auf Anielas Haut, die sich jedoch deutlich von jener unterschied, wie sie üblicherweise von Rohrstöcken erzeugt wird. Doch schien mir in diesem Moment diese feine Linie auf Anielas heller Haut unvergleichlich eleganter, als alles was ich zuvor gesehen hatte. Auch die Wiederholung brachte das gleiche Ergebnis hervor, wobei ich mit Genugtuung bemerkte, dass sich die Belaya in hervorragender Weise jeder gewünschten Richtung anpassen ließ, und ich damit bereits nach wenigen Hieben ein ausgewogenes Muster auf beiden Pobacken Anielas hatte zeichnen können. Keine Frage, dass der gebotene Anblick und der Gesang der Belaya, meine Erregung weiter zu steigern wussten, wobei die Konzentration bei mir die Oberhand behielt, und ich schon bald an Anielas Schamlippen jene unverkennbaren Anzeichen der Schmerzenslust erkennen konnte, die dem wissenden Auge selten verborgen bleibt. Doch schien mir die Zeit, bis zum Auftreten dieser Anzeichen sehr kurz zu sein, denn noch hatte ich die Belaya keine zehn Mal zum Singen gebracht.
Aniela selbst war von Anfang an absolut ruhig geblieben, unverändert, seit dem Zeitpunkt, zu dem sie den Raum betreten hatte. Nur wenige Regungen quittierten das Auftreffen der Belaya, und ihr Atem ging weiterhin ruhig, wenn auch tiefer und aus unergründlichen Quellen schöpfend.
Mit weiter fortschreitender Anwendung der Belaya breitete sich Röte auf Anielas Popo, ausgehend von den feinen roten Linien immer weiter aus, und setzte sich in fortschreitenden Kontrast zur übrigen unberührten Haut von Anielas Körper. Die „Liturgie“ hatte mich derart in ihren Bann gezogen, dass ich nur am Rande bemerkte, dass Olga aus ihrer knieenden Position neben Aniela heraus, damit begonnen hatte, diese sanft zwischen deren Beinen mit ihren Fingern zu berühren. Denn inzwischen war ich mit der Belaya eine Einheit geworden im Dienste des Starez, völlig davon überzeugt in göttlicher Mission zu handeln, wovon mich auch die eigene Erregung zwischen meinen Beinen nicht ablenken konnte.
Dank der Geschmeidigkeit der Belaya, gelang es mir, einer spontanen Eingebung folgend, die Muster nach und nach auf Andeutungen eines byzantinischen Kreuzes hin zu vervollständigen. Nachdem ich damit begonnen hatte, stellte ich jedoch unmittelbar eine Veränderung in Aniela fest, die nun immer heftiger zu atmen begann, und immer wieder ihren Kopf anhob, während ihr übriger Körper nach wie vor ruhig blieb und sich ihr Popo der stetig weiter heranstürmenden Belaya ergab.
Mit einem Mal durchlief ein heftiger Schauer Anielas ganzer Körper und ihr Becken begann ekstatisch zu zucken. Mein Blick traf sich mit jenem von Olga, welche mir bestätigend zunickte, worauf ich nun die Belaya ganz gezielt näher an Anielas Schamlippen heranrücken ließ, was ein deutlich sichtbares Vibrieren in Anielas Körper hervorrief, dass mir wie die Vorboten eines Vulkanausbruchs vorkam.
Und tatsächlich brauchte es nur noch wenige Hiebe der Belaya, bis Aniela sich der göttlichen Ekstase hingab, sich die Tore der Flut öffneten und aus Anielas Mitte ein Schwall jenes Elixiers sich in das gläserne Becken ergoss, welches das Ziel der „Liturgie“ gewesen war.
Meine Aufgabe war erfüllt, und ich legte die Belaya zurück auf das samtene Kissen, von welchem sie mir Olga zu Beginn gereicht hatte. Diese hatte inzwischen das kostbare Elixier aus dem gläsernen Becken in eine kunstvoll verzierte, bauchige Flasche umgefüllt, sorgsam darauf achtend, dass auch kein Tropfen verloren ging.
Danach widmete sich Olga Aniela, welche in die Ruhe hinein ihre Ekstase hatte ausklingen lassen, und nun von den Bändern befreit ihre Glieder lockerte. Aus einer anderen kunstvoll gestalteten Flasche entnahm Olga einen Balsam, welchen sie über Anielas, von byzantinischen Kreuzen gezeichneten und rötlich erhitzen, Pobacken verteilte.
Weiterhin schweigend erhob sich danach Aniela von den Polstern, und Olga half ihr das weiße Gewand wieder anzulegen. Aniela verbeugte sich kurz in meine Richtung, und schwebte danach, in der Anmutung eines Engels gleich, davon in Richtung der Tür, durch die sie zu Beginn eingetreten war.
Ich ging hinüber zum Fauteuil, wo ich mir aus einer Karaffe etwas Wasser in ein Glas füllte, und dessen Kühle genoss, und versank in Gedanken, die ich mir heute nicht mehr in Erinnerung rufen kann.
Wenig später gesellte sich Olga zu mir, und stellte die Flasche mit dem Elixier auf den Tisch vor mich hin. Mit einer Handbewegung bedeutete sie mir aufzustehen, und im nächsten Moment streifte sie mir das Gewand über den Kopf, sodass ich wieder völlig nackt vor ihr stand. Ehe ich es mir versah, war Olga bereits vor mir in die Knie gesunken, und hatte mein immer noch steifes Glied ihrem sinnlichen Mund zugeführt.
Zufrieden mit der Entwicklung dieses besonderen Abends ließ ich sie gewähren, und gab mich ganz ihrer kundigen Zunge hin, der es in kürzester Zeit gelang, meine Männlichkeit zu erregtem Pulsen zu bringen. Viel zu schnell schien mir zunächst mein Kamerad seiner Erlösung entgegenstreben zu wollen, doch Olga Lochtina war eine Meisterin darin, diesem Sturm durch behutsames Handeln Einhalt zu gebieten. Und so ließ sie meine Erregung immer wieder sanft abklingen, nur um im nächsten Moment eine weitere Attacke auszulösen.
Schließlich gewann mein stürmischer Kamerad die Oberhand, und schoss seine Ladung direkt in Olgas empfangenen Mund. Sorgsam wartete sie, bis auch die letzten Zuckungen meinen stürmischen Krieger verlassen hatten, und leckte danach alles von seiner Spitze, wie sie bereits bei dem Elixier darauf geachtet hatte nichts zu verschwenden. Im Gegensatz zu dem Elixier, behielt sie jedoch meinen Zauber ganz für sich alleine.
Erst jetzt durchbrach sie die Stille, welche seit dem Eintreten von Aniela in den Raum geherrscht hatte: „Es war mir ein Vergnügen euch dienen zu dürfen, lieber Pjotr Michailowitsch Gromow. Der Starez wird sehr zufrieden sein, dass wir unsere Mission erfüllen konnten. Kleidet euch nun wieder an, man wird euch bald wieder nach Hause zurückbringen.“
Mit diesen Worten verließ Olga Alexandrowna Lochtina den Raum, und ließ mich alleine zurück. Wie sie angekündigt hatte, kam kurz darauf wieder jener freundliche Herr, welcher mich bereits von zu Hause abgeholt hatte, und verband mir erneut die Augen. Auf etwa halbem Wege zu meinem Anwesen löste er mir wieder die Augenbinde, und ich stellte erneut fest, dass ein voller silberner Mond den Herbstwald in eine geheimnisvolle Atmosphäre getaucht hatte. Ich bemerkte dies gegenüber meinem Begleiter, und dieser antwortete mir mit einem wissenden Lächeln: „Mein Herr, es sind solche Vollmondnächte in denen Außergewöhnliches vollbracht werden kann.“
So hatte mir der Starez ein weiteres, ungewöhnliches Ereignis meines Lebens beschert, und ich fragte mich, was denn in Zukunft noch alles aus dieser Verbindung erwachsen würde.
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Bald brach der Winter mit Macht über das Land herein, und die Dinge liefen wieder ihren gewohnten Gang. Auch die Aufregung um die Krankheit des Zarewitsch Alexei Nikolajewitsch hatte sich wieder gelegt, nachdem bekannt geworden war, dass ein Wunderheiler aus Sibirien den Sohn des Zaren habe heilen können.
Den Gedanken an eigene Kinder schob ich erst einmal wieder vor mir her, und auch Taisija wurde in dieser Sache nicht vorstellig. Überhaupt bemerkte ich, dass nach den ersten wollüstigen Monaten meine junge Frau Taisija zunehmend auch Gefallen an ihrem eigenen Geschlecht entdeckt hatte. So lebte sie ihre neue Leidenschaft auf den Soiréen aus, die in den gesellschaftlichen Kreisen stattfanden, zu denen uns Chazkele Schagal und der Starez Zutritt verschafft hatten.
Mir war es recht, denn zum einen war Taisija an den Tagen im Nachgang zu solchen Abendveranstaltungen dann meist sehr feurig im Bett. Zum anderen genoss ich selbst die Abwechslung, die mir an diesen Festabenden geboten wurde. So hatte ich Gelegenheit gar manch anregenden Popo zur höchsten Lust zu peitschen und die Glut der Leidenschaft dann im Anschluss durch die Kraft meiner Lenden zu löschen.
Daneben ermöglichte die Intimität der exklusiven Gesellschaft die Möglichkeit weitere wertvolle informelle Kontakte zu knüpfen, und in der Folge liefen meine Geschäfte hervorragend. Auch politisch schien sich in Mütterchen Russland alles wieder ins Lot gefügt zu haben, und beste Aussichten erwarteten mich zum Jahresende.
Doch zum Anfang des nächsten Jahres wurden die Arbeiter in Sankt Petersburg wieder übermütig und von sozialistischen Agitatoren aufgehetzt. Auch in der Fabrik von Grigori Fjodorow kam es zu einem heftigen Arbeitskampf mit wilden Streiks und sogar Sabotage.
Als dann noch Gerüchte kursierten, dass Firmengeheimnisse bezüglich der neuen Waffengeneration von den Arbeitern gestohlen und ins Ausland verraten wurden – die Agitatoren sprachen davon, dass sich die Arbeiter über die Grenzen hinweg verbrüdern müssten um zukünftige Kriege zu verhindern – wurde die Fabrik von Soldaten gestürmt, und es kam zu wilden Schießereien, bei denen Grigori Fjodorow von der Kugel eines der Aufständischen tödlich getroffen wurde.
Dank des entschlossenen Eingreifens war die Lage aber dann schnell wieder unter Kontrolle. Doch um meine Investitionen zu schützen, war es notwendig weitergehende Maßnahmen zu ergreifen. Also entschloss ich mich, eine Zeit lang selbst die Leitung der Fabrik zu übernehmen, bis ein fähiger Nachfolger als Direktor gefunden und eingeführt sein würde.
Libertineros 2026
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