Nachtessen

Veröffentlicht am 6. April 2026 um 18:31

                                     Bild KI generiert                                           

Onkel Robert und Tante Sandra hatten einen anstrengenden Tag hinter sich. Es war Erntezeit. Was die Beiden jetzt zuletzt gebrauchen konnten war Ärger. Manuela und ich wollten den Beiden eine Freude machen. Wir luden daher unsere Freunde ein auf das es ein fröhlicher Abend werden würde.

Herbstzeit ist Erntezeit und an Arbeit mangelt es auf einem Bauernhof in dieser Zeit nicht. So waren die Aufgaben bei uns aufgeteilt. Tante Sandra und Onkel Robert waren mit der Ernte beschäftigt. Manuela und ich bestellten den Haushalt. Das Leben auf dem Bauernhof folgte seinen eigenen Gesetzen. Hielt man sich daran so war es ein schönes Leben. Man hatte auch seine freie Zeit. Markus, mein Freund, mit dem ich schon so manches Erlebnis geteilt hatte, kam oft zu Besuch und nach Bier, Kaffee und Kuchen vergnügten Markus und ich uns in meinem Zimmer. 

An jenem Freitag waren Markus und Reto zum Nachtessen eingeladen. Ein Fondue war geplant. Wie immer fuhr ich nach der Uni direkt nach Hause. Ich genoss das schöne Herbstwetter. Aus dem fahrenden Zug konnte ich die herbstliche Farbenpracht beobachten. Ich freute mich auf den Abend und das Fondue.

Pünktlich 18.00 Uhr war ich zu Hause. "Hallo zusammen", sagte ich als ich das Haus betreten hatte. Ich bereitete das Fondue zu. Manuela und ich werkelten in der Küche. Ich wies die Tochter Hauses an, das Caquelon im Wohnzimmer zu holen. Manuela blieb in der Küche, was mich zur Bemerkung veranlasste: "Soll ich dir Beine machen?" Schnell ging Manuela ins Wohnzimmer. "Hallo Manu", begrüsste Tante Sandra meine  Cousine als diese an ihr vorbei lief. "Hallo Mami" antwortete sie und lächelte dabei. Dann verschwand sie im Wohnzimmer. Ich hörte wie sie die Schranktüre öffnete.

"Hallo Anne", begrüsste mich Tante Sandra. Ich stand bei der Küchenkombination und schaute durch den Kücheneingang zu ihr in den Flur. Der Käse war bereits im Caquelon und das Brot geschnitten. Ich ging in mein Zimmer und zog meinen weissen Rock an. Der war bequem und das sollte für den heutigen Abend reichen. Plötzlich hörte ich Stimmen. Es schien, dass sich Tante Sandra und Manuela stritten. Wieso musste Manuela immer das letzte Wort haben, dachte ich bei mir. Die riskiert den nächsten Povoll. Ich öffnete die Tür und ging runter. "Kann ich euch helfen?", fragte ich. "Ja hol doch den schönen Service im Wohnzimmer. "Ich will nicht unser Alltagsgeschirr brauchen", meinte sie und warf ihrer Tochter einen giftigen Blick zu. Frustriert verliess Manuela die Küche. Tante Sandra schüttelte nur den Kopf und murmelte "Die reisst mir noch den letzten Nerv aus". Ich ging ins Wohnzimmer und deckte den Esstisch.

Plötzlich klingelte es an der Haustür. Tante Sandra rieb die Hände an der Schürze und ging zur Türe. Reto trat ein. Die beiden umarmten sich und küssten die Wangen. Manuela kam die Treppe hinunter und begrüsste Reto mit den Worten: "Hey Schatz ich freue mich dich zu sehen". Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss auf die Lippen. "Hey Liebste, wie geht es dir? Hast du auch so Hunger?", begrüsste Reto seine Freundin. "Ja nach dir und dem Fondue", gab Manuela zur Antwort. 

Ich schaute auf die Uhr. Es war bereits 19.00 Uhr. Vereinbart war, dass wir uns um 19.00 Uhr treffen. Markus kam also, wie schon oft, zu spät. Diese Seite an Markus nervte mich. 

Einen Augenblick später trat Onkel Robert ins Haus. Er kam aus dem Stall. Die Stiefel hatte er ausgezogen. Er zog die Jacke aus und hängte diese an der Garderobe auf. Dann ging er ins Wohnzimmer und gab Tante Sandra einen Kuss auf den Mund. Mit der linken Hand tätschelte er Sandras Po. Er flüsterte etwas in ihr Ohr das tönte wie: "Heute Nacht kriegst du noch mehr davon". Geheimnisvoll lächelte Sandra und schaute ihren Mann an. 

Als es ein weiteres Mal an der Türe klingelte sprang ich auf und ging zur Türe. Vorwurfsvoll schaute ich Markus an. "Wo warst du?", fragte ich ihn genervt. "Kleines was soll diese Frage? Ich bin ja jetzt da", meinte er ruhig. Mit einer Hand streichelte er meine Wange, gab mir einen Kuss und tätschelte mit der anderen Hand meinen Hintern. Ich lief rot an vor Scham, aber auch aus Geilheit.

Kurze Zeit später sassen alle, ausser ich, am Tisch im Wohnzimmer. Gebannt schauten alle auf den reich gedeckten Tisch. Markus nahm die Gabel in die Hand und steckte ein Stück Brot daran. Onkel Robert schaute ihn mit grimmigem Blick an, denn er mochte es nicht, wenn noch nicht alle am Tisch sassen. Ich eilte noch in der Wohnung rum und machte irgendetwas. 

"Wir spielen ein Spiel. Jedem der das Brot in den Käse fällt muss seinem Gegenüber einen Kuss geben", begann Sandra. Markus sass schräg gegenüber von mir. Mir gegenüber sass Robert. Obwohl ich lieber Markus mir gegenüber gehabt hätte, gefielen mir auch die Küsse von Robert. Markus gegenüber sass Manuela. In seinem Gesicht sah ich die Vorfreude auf die Küsse welche er geben durfte. 

Das Mahl nahm seinen Gang und ich sah wie Markus meine Cousine jedes mal mehr mit der Zunge auf den Mund küsste. Manuela war bei der Sache sichtlich unwohl. Verlegen schaute sie zu Reto und mir rüber. Wut stieg in mir hoch. Wie konnte Markus Manuela nur so abküssen? Liess er absichtlich das Brot in das Fondue fallen? "Markus, es reicht! Deine Küsserei mit Manuela ist unerträglich!", schrie ich ihn an und stand auf. Schlagartig verstummte das Gespräch der anderen und sie schauten mich entsetzt an. Markus senkte seinen Kopf und meinte halblaut: "Ist ja nur ein Spiel". Ich stand auf und ging in mein Zimmer. Dort warf ich mich auf mein Bett und liess den Tränen freien Lauf. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinem Rücken. Ich drehte mich um und sah Manuela. Sie sass neben mir auf dem Bett und schaute mich mitfühlend an. 

"Kleine es tut mir leid".

"Süsse du musst dich nicht schämen", antwortete ich schluchzend. "Markus ist ein Arsch", sagte ich. 

"Wir tauschen doch die Plätze. Dann sitzt du gegenüber von Markus und ich gegenüber von Reto". 

"Okay Süsse", gab ich zur Antwort und rappelte mich auf.

Unten angekommen wechselten wir die Plätze. Zu Markus gerichtet meinte ich: "Darüber reden wir noch". Dieser sass auf seinem Stuhl und sah mich nur schweigend an. Die Diskussionen drehten sich um vielerlei. Im Fondue schwammen etliche Brote. Onkel Robert stand auf, ging zu Tante Sandra und küsste sie auf den Hals. Leise sprach er in ihr Ohr: "Das ist für zwei verlorene Brote". "Du Spielverderber!", gab Tante Sandra zur Antwort. "Du hättest mir nach jedem Stück einen Kuss geben sollen". 

"Ich wollte dir eben mehrere Küsse geben".

"Alter Romantiker", feixte Sandra und küsste Robert.

Nach dem Essen räumten ich und Manuela den Tisch ab und deckten das Dessert auf. "Das sieht lecker aus", meinte Reto und nahm ein Stück der Eistorte. Das Dessert schien allen zu munden. Kein Bissen blieb übrig.

Danach begaben wir uns auf die Couch. Ich nahm Markus beiseite und sagte zu ihm. "Beim Essen hast du dich heute absolut daneben benommen, ich möchte dass du nicht hier übernachtest". "Kleine das war nur ein Spiel", verteidigte sich dieser. "Nur ein Spiel?", bohrte ich wütend nach. "Du hast meine Cousine wie deine Geliebte geküsst. Das ist einfach abartig!" 

"Sag mal bist du eifersüchtig?", fragte Markus und schüttelte mit dem Kopf. 

"Markus du fühlst mehr für Manuela", meinte ich.

"Deine Cousine sieht heiss aus, das stimmt. Aber meine Gefühle sind bei dir".  

"Dann benimm dich auch so!", entgegnete ich.

"Dein eifersüchtiges Getue will ich nicht, ich gehe jetzt! Tschau Kleine", sagte Markus und ging. Ich stand mit offenem Mund und konnte das alles nicht fassen. "Der erholt sich wieder", sagte Manuela, umarmte mich und ging mit mir zur Couch. Wir setzten uns zwischen die anderen und prosteten einander mit dem Bier und Prosecco zu. 

Onkel Robert stand auf und holte eine Flasche vom selbstgebrannten Vielle Brune. Tante Sandra holte die passenden Gläser. Manuelas Hand lag auf dem Oberschenkel von Reto. Dieser lehnte sich an seine Freundin. Seine andere Hand legte Manuela zwischen ihre Beine. Belustigt schaute ich diesem Spiel zu, während ich mit Robert und Sandra in ein Gespräch verwickelt war. Kurze Zeit später verschwanden Manuela und Reto in Manuelas Zimmer. Mit Robert und Sandra sass ich nun alleine da. Wir lachten über die Witze welche uns Robert erzählte. Sandra füllte unsere Gläser weitere Male vom Veille Brune. Weil wir morgen wieder unserer Arbeit nachgehen mussten erstaunte mich Sandras Verhalten. Sie achtete immer pedantisch darauf, dass wir nüchtern bei der Arbeit waren. 

Mir kam vor als hörte ich das Schlagen eines Paddles aus Manuelas Zimmer. Möglich, dass auch der Alkohol mein Gehör beeinflusste. Ich blieb noch eine Weile bei Onkel Robert und Tante Sandra auf der Couch sitzen. Etwas später ging auch ich die Treppe zu meinem Zimmer hoch. Als ich am Zimmer von Manuela vorbei lief konnte ich dem Stöhnen nach urteilen, dass Reto Manuela hart fickte. In meinem Zimmer zog ich mich um, legte ich mich auf mein Bett und schlief sofort ein. 

Wie geht die Geschichte mit Markus weiter? Fortsetzung folgt

Bewertung: 0 Sterne
0 Stimmen

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.