(La Maison en Lorraine - Kapitel 6)
Samedi, le 3 janvier 1891
Ich habe dich in den letzten Tagen wieder ein wenig vernachlässigt mein liebes Tagebuch Doch die vielen interessanten Gespräche und Ereignisse, die Lucienne und ich mit unseren Gästen erleben konnten, haben mich voll in Anspruch genommen.
Dabei scheinen sich meine Freunde durchweg wohlzufühlen und tragen ihrerseits mit ihren unterschiedlichen Talenten zur allgemeinen Erbauung bei.
So ist Lady Cleland nicht nur virtuos im Umgang mit Rohrstock und Peitsche, sondern ebenso geschickt im Spiel des Piano, wobei sich alsbald Joséphine an ihre Seite gesellte. Mit ihrem wunderschön klaren Sopran gab Joséphine uns einige Arien aus Jacques Offenbachs Oper „Les contes d’Hoffmann“ zum Besten, wobei ich mit Bewunderung gestehen muss, dass sie die traurige Arie der Antonia genauso mit Bravour meisterte, wie die schelmisch automatenhafte Olympia.
Den Höhepunkt der Darbietung der beiden stellte jedoch ihr Duett "Belle nuit, ô nuit d'amour" dar, bei der „Fanny“ den Mezzosopran übernahm. Ohne Frage die zauberhafteste Vertonung der Sinnlichkeit einer Liebesnacht, welche die beiden Sängerinnen uns in einer Art und Weise darboten, dass uns alle die Gefühle überwältigten.
Eugène wiederum überraschte uns mit einem Bild, das er von seiner verehrten Adélaïde auf die Leinwand gebracht hatte. Gekonnt hatte er Adélaïdes göttlich runden Popo in Szene gesetzt, und in ihren Gesichtsausdruck eine erwartende Lust mit dem Hauch einer Frage gelegt, was mich sofort in seinen Bann zog.
Unschwer erkannte ich darin die Situation nach einem vorangegangenen Entblößen ihres Popos und einer bevorstehenden erotischen Züchtigung, wo sich die Delinquentin einerseits des lustvollen Zustands ihre Züchtigers versichert, der sich am reizenden Bild ihrer harmonischen Kehrseite erfreut, und andererseits in gespannter Erwartung des Momentes harrt, in welchem das Instrument der Züchtigung zum ersten Mal auf ihre bis dahin blendendweißen Haut treffen wird.
Gar meisterhaft ist es Eugène gelungen diesen Moment einzufangen, und ich bot ihm umgehend an das Bild zu kaufen – koste es, was es wolle. Doch bestand Eugène darauf mir das Bild zu schenken, was ich mit großem Dank annahm.
Wie in vielen Jahren so war es auch dieses Mal in der Silvesternacht sehr kalt geworden. Die Landschaft erstrahlte über die letzten Tage in ihrer weißen Pracht in der kalten und klaren Sonne, wie wir bei einigen wunderschönen Spaziergängen durch den Schnee bewundern konnten. Dabei konnte ich zum wiederholten Male feststellen, dass der Kontrast zwischen einer kalten Winterlandschaft und einem warmen Haus aphrodisierend wirkt. Gerade wenn man mit roten Backen aus der Kälte in die angenehme Atmosphäre eines Salons zurückkehrt in dem ein prasselndes Kaminfeuer brennt, so scheint die Leidenschaft geradezu übermütige Ausmaße anzunehmen.
So nimmt es auch kein Wunder, dass sowohl die ´Pyramide´ als auch das ´Chevalet´ noch einige Male für höchst anregende Momente genutzt wurde.
Fast hat sich ein kleines Ritual daraus entwickelt, nach einem Spaziergang in der kalten Winterlandschaft zunächst eine chocolat chaud im Salon einzunehmen, und dann zur Erbauung aller Gäste einer weiteren Séance beizuwohnen, bei der sich insbesondere mein englischer Freund George sich auf der ´Pyramide´ in aller Form auszuleben schien.
Zu seinem höchsten Vergnügen wechselten sich dabei die Partnerinnen, sowohl am anderen Ende des Rohrstocks, als auch auf der weiblichen Seite der Pyramide ihm gegenüber ab. Denn neben Fanny, deren vorwiegendes Vergnügen darin bestand männliche Hintern zu verstriemen, hatte auch Joséphine gelegentlich die Neigung gezeigt Herren gegenüber streng aufzutreten. Und so kam es, dass, nachdem Joséphine an einem Tag zunächst in den Genuss der passiven Seite der Pyramide gekommen war, sie am nächsten Tag die Gelegenheit ergriff, und auf der männlichen Seite aktiv wurde, während Adélaïde und Eugène auf der weiblichen Seite zu Gange waren.
Nach einem Tag Pause, welche Georges Kehrseite sicherlich gutgetan hat, übernahm dann Fanny wieder den Rohrstock, und ich führte meine geliebte Lucienne zur weiblichen Seite der Pyramide. Allerdings nicht, um selbst für ihr Vergnügen zu sorgen, denn Lucienne hatte sich gewünscht die „zwölf Apostel“ aus der Hand von Joséphine zu spüren. Mir war es recht, denn ich konnte dadurch zum ersten Mal meine Geliebte intensiver dabei beobachten, wie sie die Wirkung der Peitsche aufnahm.
Es war eine sehr erregende und erkenntnisreiche Situation, was sich im Nachhinein noch dadurch verstärkt hat, dass, nachdem die Séance zu Ende war, und sich Lucienne mit mir gemeinsam in unser Schlafzimmer zurückgezogen hatte, sie mir recht ausführlich geschildert hat, wie sie die Séance durchlebt hat.
Mit den Augen einer Frau sehen sich die Dinge doch zuweilen etwas anders, als aus unserem männlichen Blickwinkel. Deshalb versuche ich hier einmal - soweit ich es noch erinnere – ihr Erleben der Séance mit Luciennes Worten wiederzugeben:
„Schon das Gefühl auf der Pyramide festgebunden zu werden, verursachte mir ein Kribbeln im ganzen Körper. Joséphine war sehr fürsorglich darin die sehr weichen Seile nicht zu fest anzuziehen. Trotzdem fühlte ich mich schon vom ersten geknüpften Knoten fest an die Pyramide gebannt. Es schien kein Entkommen mehr möglich. Das Joséphine mich zuvor alle Kleider bis auf die Strümpfe hatte ablegen lassen, verstärkte das Gefühl der des völligen Ausgeliefertseins. Ich spürte förmlich die Blicke aller Anwesenden auf mir in einer Weise, wie es mir zuvor noch nie bewusst geworden war, obwohl es ja nicht der erste Anlass war, bei dem mich die anderen nackt zu sehen bekamen. Dass sie mich die Strümpfe anbehalten ließ, fand ich sehr fürsorglich von Joséphine, denn ich friere schnell an den Füßen, auch wenn die Séance die Aussicht auf einen aufwärmenden Verlauf versprach.
Ich war mir bewusst, dass ich in der gebückten Haltung, mit den gespreizten Beinen, die an den unteren Enden der Pyramide befestigt wurden, alle Geheimnisse meines Körpers preisgab, und bereits dieses Wissen erregte mich. Diese Erregung erfuhr bereits im nächsten Moment eine Steigerung, als George von Fanny auf der gegenüberliegenden Seite der Pyramide ebenfalls mit Seilen gefesselt wurde. So wie schon bei den Séancen zuvor, und wohl ganz in der Absicht des Erfinders der Pyramide, fand sich das höhenmäßige Arrangement derart ein, dass Georges Glied in unmittelbarer Nähe meines Gesichts zu baumeln kam. Eigentlich war es kein richtiges baumeln, denn obwohl George sicherlich bereits genauso erregt war wie ich, stand sein bester Freund zunächst noch nicht in voller Blüte, was sich jedoch alsbald ändern sollte.
Denn sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, begann Fanny damit den Rohrstock pfeifen zu lassen. Auch aus meiner gebückten Haltung heraus konnte ich sehen, dass sie dabei nicht zurückhaltend war, was ich auch an den korrespondierenden Bewegungen von Georges Becken ablesen konnte.
Dann war ich an der Reihe, beziehungsweise mein Popo, dem Joséphine die „Zwölf Apostel“ angedeihen ließ. Ich muss dazu sagen, dass Joséphine sich über die ganze Séance hinweg als erstaunliche Meisterin der „Zwölf Apostel“ erwiesen hat. Sie ist dabei fast so gut wie du, Henri, und sie versteht es genau die richtigen Stellen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. Und das nicht nur auf meinen Pobacken, sondern auch an den empfindlichen Stellen zwischen meinen gespreizten Beinen. Dabei war Joséphine so mitfühlend zart, wie sie im nächsten Moment mich durch intensivere Hiebe in das Schweben meiner Lust beförderte. Mir schien es, dass ich jede noch so winzige Stelle meiner Haut fühlen konnte, zu der sie mich mit den Lederriemen der Peitsche über meinen Körper führte, ganz so, wie jemand mit der Hand in die Landschaft zeigt, um auf ganz bestimmte Orte hinzuweisen.
So verführerisch war diese Wanderung, durch welche Joséphine mich mit der Peitsche über die Gemarkungen meines Körpers führte, dass ich am liebsten die ganze Zeit über meine Augen geschlossen hätte, wenn da nicht direkt vor mir ein ebenso reizvoller wie erregender Anblick gestanden hätte.
Denn mit der zunehmenden Anzahl an Rohrstockhieben, war Georges Gemächt immer weiter angeschwollen, und stand nun wie ein englischer Wachsoldat vor dem Palast seiner Queen Victoria, kerzengerade in meine Richtung.
Welch eine Versuchung, dieses pulsierende Etwas vor meinen Augen zu berühren, doch waren meine Hände ja gefesselt, und ich somit zu weitgehender Tatenlosigkeit verdammt. Es schien mir, als würde das Blut in Georges Adern im Rhythmus des Rohrstocks zu immer weiterem Anschwellen führen, und es wirkte auf mich, als wolle sein Glied sich mir immer weiter entgegenstrecken. Und so wie es in George pulste, so übertrug sich der Rhythmus zunehmend auf meinen Schoß, in dem die feurigen Schauer stetig durch die ebenfalls im abwechselnden Takt eintreffenden Peitschenhiebe von Joséphine verstärkt wurden.
Ein Tropfen der Lust, welcher vor meinen Augen zu Boden fiel, führte zu einem weiteren lustvollen Schauer, der mich aus dem Zustand der Hypnose, in den ich wohl eine Zeit lang verfallen war, herausholte, und mich dazu veranlasste meine Zunge in den Pfad des gefallenen Tropfens zu strecken.
Ich dachte bislang, dass nur das weibliche Geschlecht bei entsprechender Erregtheit zu gewisser Nässe neigen würde, und Männer lediglich über die Schlüpfrigkeit eines Liebestropfens verfügten. Doch George belehrte mich eines Besseren, denn schon war der nächste Tropfen an seiner violett leuchtenden Eichel zu sehen.
Trotz meiner Fesseln gelang es mir mich dem Weg des Tropfens noch ein kleines Stück zu nähern, so dass dieser alsbald meine Zunge benetzte. Wie ein Blitz durchfuhr es mich, als meine Sinne signalisierten, dass soeben ein Lustbote eingetroffen war, obwohl ich dir nicht einmal sagen kann, welchen Geschmack der Bote in sich trug.
Kurz darauf tropfte es erneut von Georges Lustspitze, und es war definitiv kein Pipi.
Mit der Zunge verteilte ich das kostbare Nass an meinem Gaumen, und konnte doch nicht ergründen welche Note genau dessen Aroma ausmachte. ´Mehr davon´, war meine Reaktion, während mein Popo zunehmend in Flammen stand und es wie wild in meinem Schoß pochte.
So reckte ich mich noch ein Stück weiter, bis meine Fesseln kein Stück mehr nachgeben wollten, und es gelang mir, nun mit meiner Zunge unter Georges Eichel zu fahren, der inzwischen unter den Rohrstockhieben ein lüsternes Röcheln von sich gab. Diese winzige Berührung wohl gab ihm den Rest, denn im nächsten Moment schoss es aus ihm heraus, und direkt in meinen Mund …“
So also beschrieb mir Lucienne das Geschehen, welches ich mit ganz anderen Augen und aus einer anderen Perspektive beobachtet hatte.
Dabei hatte sie ein ganz besonderes Leuchten in ihren strahlend blauen Augen, und ihre Bäckchen waren während ihrer Erzählung ganz rot geworden. Ich konnte die Hitze spüren, die erneut in Lucienne wallte, und lustvollste Gefühle kamen in mir auf. Verliebt nahm ich sie in dem Arm und kurz darauf liebten wir uns in einer Innigkeit, wie ich sie noch nicht mit Lucienne erlebt habe.
Welches Glück uns in diesen Tagen doch vergönnt ist!
Libertineros 2025
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